Dienstag, 30. Juni 2026

 

Ich bin zuhause, in einem grossen Bett, mit mir zwei sehr jungen Frauen, schwarz, sehr lieb und ganz unkompliziert. Ich hatte sie draussen angetroffen, sie kamen ohne weiteres mit mir hinauf. Wir umarmen uns zu dritt, eine der beiden saugt lächelnd und geradezu glücklich an meinem Schwanz. Wie soll das enden? Ich bin ja in unserer Wohnung, und die Gattin kann jederzeit ins Zimmer kommen. Sie kommt auch, und erst noch zusammen mit einer Bekannten, einer schönen grossen schwarzen Frau. Sie stört sich keineswegs an meinen Bettgenossinnen, sondern heisst sie willkommen und ist freundlich zu ihnen. Sie meint sogar, man würde sich jetzt hoffentlich regelmässig sehen. Ihre Freundin sagt, ein grosser Schriftsteller brauche solche Erlebnisse. Ich sehe erst jetzt, dass ich ein neues Zimmer habe, ein sehr grosses, mit einem riesigen altertümlichen Büchergestell und einem breiten schweren Schreibtisch. Wir sind ja umgezogen, in ein neues, städtisches Quartier. Mit einigem Schrecken stelle ich fest, dass eines der Fenster auf eine Strasse geht mit viel Verkehr. Durch ein anderes Fenster sieht man auf eine Gasse, die ruhiger erscheint. Später gehe ich hinaus und sehe mich um, begleitet von einer Nichte, die auch bei uns zu Besuch ist. Gleich gegenüber gibt es eine grosse Confiserie mit Broten und viel Gebäck, was mir natürlich sehr gefällt. Sogar eine öffentliche Toilette ist vorhanden, sie ist freilich nicht angeschrieben. Wenn man sie benützen will, muss man, erklärt mir meine Begleiterin, in einen Hauseingang treten, über dem eine Tafel «Wohnung» angebracht ist.

Samstag, 27. Juni 2026

Samstag, 20. Juni 2026

 

Ich bin mit einer Gruppe von studentischen Bekannten im Länggassquartier unterwegs. Es ist Abend, und wir wollen noch in die Stadt, um dem dort irgendwo im Bildungswesen arbeitenden Rolf Deppeler einen Schuhkarton zu überreichen, in dem sich irgendwelche ihm offenbar wichtigen Dinge befinden. Wir würden gerne mit dem Bus fahren und suchen die nächste Haltestelle. Wir finden eine, diese ist aber seit längerer Zeit ausser Betrieb. Wir gehen weiter, nun zur Haltestelle Bierhübeli, die besonders gut ist, weil dort ja die Busse von zwei Linien halten. Es ist aber jetzt 22.30 Uhr, und es fahren kaum mehr Busse. Wir warten längere Zeit und sehen, wie seltsame andere Gefährte vorbeifahren, zum Beispiel ein Campingbus mit einem so hohen Aufbau, dass er gewiss kaum die nächste Unterführung passieren kann. Dann erscheint ein Jeep mit einem Anhänger, in dem eine ganze Gruppe auf Bänken Platz nehmen könnte. Er hält an, und wir fragen, ob er uns nicht zum Bahnhof führen könnte. Das gehe nicht, sagt der Fahrer, er sei jetzt auf dem Heimweg. Ist es jetzt noch sinnvoll, in die Stadt zu fahren? Den Herrn Deppeler werden wir dort gewiss nicht mehr antreffen. Wir setzen uns in einer Vertiefung, einem Graben, und ich erkläre dort meinen Kollegen, die Deppeler nicht weiter kennen, dass dieser auch Satiriker sei und ein Buch geschrieben habe, in dem er sich über die Politikwissenschaft lustig mache und in dem es auch eine Liebesgeschichte gebe. Noch immer erscheint kein Bus, und wenn einer käme, würden wir ihn gewiss nicht alle erreichen, denn wir müssen, wenn wir aus unserem Loch heraus wollten, über eine Mauer klettern, was sehr zeitraubend wäre.

Dienstag, 16. Juni 2026

Grosser Krieg. Ich bin Bürger in einem der kriegführenden Länder und dort in Abwesenheit  zum Tode verurteilt worden. Ich befinde mich im Land der Gegner in einem Lager mit Internierten, und bin soweit halbwegs in Sicherheit. Den Grund für das Urteil kenne ich nicht, ich kann es mir nicht erklären. Wird man nun vielleicht das Urteil hier vollstrecken? Oder wird man mich ausliefern? Welche Auswege sind noch möglich? Ich denke, dass in meinem Land Freunde, die im Justizministerium arbeiten, vielleicht ein gefälschtes Schreiben herstellen könnten, in dem anderen Land ein Freispruch mitgeteilt wird.   

Donnerstag, 11. Juni 2026

 

Auf dem Heimweg von einer Wanderung stossen wir, unweit von Bern, auf ein Schützenfest. Ich sehe zufällig ein Standblatt mit den Eintragungen der Resultate eines Schützen. Es ist dies ein schönes Dokument, mit Ornamenten und symbolischen Figuren, das eine wertvolle Erinnerung darstellt. Mich interessieren diese Blätter, und ich frage mich, ob sie vielleicht gesammelt werden könnten. Ich gehe zu meinen alten Arbeitskollegen im Regierungsgebäude und will dort fragen, ob es eine Möglichkeit gibt, solche Dokumente zu bekommen. Eine stets sehr pflichtbewusste ältere Dame im Zentralen Sekretariat will mir gerne helfen, versteht aber die Frage nicht. Sie führt mich zu anderen Leuten, die mir aber nur Karten von ihren Reisen zeigen. Eine Frau zeigt mir eine Weltkarte, auf der sie Kreuzfahrten eingetragen hat. Ich präzisiere meine Fragen, worauf man mich zun einer jungen, sportlichen, rothaarigen Frau führt, die mit Militärfragen zu tun hat. Sie ist nicht besonders hübsch und hat eine nasse Aussprache, bei der ich fast versucht bin, mein Gesicht abzuwischen. Auch sie weiss nicht Bescheid, begreift aber wenigstens die Frage. Im grossen, altmodischen Arbeitsraum herrscht grosser Lärm, viele gehen herum, alle schwatzen laut, was aber die Arbeitenden wenig zu stören scheint. Die Rothaarige führt mich nun zu einer Dame, die selber in einer höheren Funktion Militärdienst leistet und mit einem hohen Kommandanten verheiratet ist. Sie werde ihren Mann fragen, sagt sie, dieser wisse sicher Bescheid.

Montag, 8. Juni 2026

Samstag, 6. Juni 2026

 

Wir, meine Frau und ich, machen Ferien in «Brescia», einer grossen alten italienischen Stadt, die am Meer liegt. Mit uns Ferien macht auch ein alter Kollege, ein Bibliothekar, der mit dem Vespa unterwegs ist. Wir hingegen haben ein Auto. Wir würden eigentlich gerne an den Strand gehen, er aber möchte in der Stadt bleiben. Wir sind etwas widerwillig bereit dazu. Heute wollen wir uns in der Innenstadt treffen. Wir wohnen etwas oberhalb der Altstadt in einem Hotel, mein Bekannter hat anderswo eine Unterkunft. Ich gehe also mit meiner Frau hinunter in die Stadt. Es ist dabei nicht leicht, den richtigen Weg zu finden, weil eine grosse, stark befahrene Strasse überquert werden muss. Meine Frau meint, wir sollten nach links gehen. Dies würde aber einen sehr weiten Weg bedeuten, da links eine Schlucht beginnt, über die keine Brücken führen. Also gehen wir nach rechts. Dort weiss ich, dass es einen Durchgang durch die Häuserzeilen gibt, der schwer zu finden ist. Wir gehen zuerst an diesem Eingang vorbei, kehren dann aber zurück und finden ihn. Es ist ein gewöhnlicher, sehr langer und enger Hausgang. Vor uns geht eine Frau, sonst ist niemand zu sehen. Könnte es hier nicht gefährlich sein? In einer Nische steht ein junger Mann, der uns anspricht und über Geldfragen und Tauschgeschäfte reden will. Wir weisen ihn ab und gehen schnell weiter. Kurz vor dem Ausgang sitzen Leute am Boden, um sie herum flattern Vögel. Wir müssen über sie hinwegsteigen und kommen dann wirklich in die Altstadt. Dort hatten wir auch irgendwo unser Auto parkiert, vielleicht in einer Zone, in der Gebühren bezahlt werden müssen. Wir befürchten eine Busse und müssen nun das Auto suchen, weil wir nicht mehr genau wissen, wo wir es hingestellt haben. Auch unseren Bekannten werden wir suchen müssen, wir sollten ihn ja hier in den Innenstadt treffen. Nie mehr, sagen wir zueinander, werden wir Ferien mit einem Bekannten machen.

Freitag, 29. Mai 2026

 

Wir sind in einer riesigen Kirche, mit einem gewiss fast hundert Meter hohen Kirchenschiff. Wir stehen im Langhaus beim Hauptportal und sehen nun, dass die Kirche im Bereich der Vieruung einstürzt. Gewaltige Steinbrocken stürzen herunter. Auch bei unserem Standort ist es gefährlich, auch hier stürzen Steine herunter. Wir sollten Helme tragen, sagen wir. Und was geschieht mit den Kirchenschätzen? Könnten wir diese vielleicht retten? Später stehen wir oben im Kirchendach und versuchen, einen Weg nach unten zu finden. Wir stehen auf festem Felsgrund, weil die Kirche an eine Bergwand gebaut worden ist. Mit einem weiten Schritt über den Abgrund könnten wir ein festes Mauerwerk erreichen, auf dem ein Abstieg möglich wäre. Bei der ersten Berührung dieses Bauteils löst es sich und stürzt in die Tiefe. Wir müssen zurück und kommen so in einem Bergwald in Sicherheit. Dort findet auf schmalen und schlechten Wegen ein Autorennen statt, an dem jedermann teilnehmen kann. Wir sehen einige ältere Autos voller Leute hinunterrasen, auf die Kathedrale zu. Ein Döschwo bleibt stecken, die anderen verunfallen ebenfalls und stehen glücklicherweise still. Wären sie weitergefahren, wären sie ins Kirchenschiff gestürzt, weil unten auch die Strasse beschädigt war. 

Dienstag, 26. Mai 2026

 

Komplizierter Traum, von einem Arbeitskollegen, mit dem wir vor Jahrzehnten zusammengearbeitet haben. Uns gegenüber gab er sich stets als links und fortschrittlich aus. Er hat aber viele Kontakte, die wir nicht kennen, vor allem auch mit Bekannten aus dem Gebirgskanton, aus dem er stammt. Von dort kommen kämpferische Leute, die einen starken Zusammenhalt haben. Jetzt zeigt sich, dass er Farbenbruder ist und in einer Studentenverbindung die höchste Rangstufe erreicht hat. Er schämt sich ein wenig vor uns und entschuldigt sich halbwegs, denn es ist eine sehr konservative Verbindung.

Samstag, 23. Mai 2026

Freitag, 22. Mai 2026

 

Mit der Familie unterwegs, Tochter, Schwiegersohn und Enkelinnen. Auf einem Ausflug ohne bestimmtes Ziel kommen wir zur Talstation der Jungfraubahn. Gerade fährt ein Zug ab, den wir sicher benützt hätten, wenn wir etwas früher gekommen wären. Jetzt aber fährt der nächste Zug erst in sechs Stunden (es gibt nur zwei Züge pro Tag). Wir entschliessen uns daher zu einer längeren Wanderung. Diese führt auf einem schmalen Weg etwas oberhalb des Grundes durch ein Tobel, in dem kein Bach fliesst. Obwohl unten kaum ein Durchkommen ist, fährt jetzt ein Auto durch das Tobel. Es wird bald einmal durch umgestürzte Bäume aufgehalten und kippt um. Wir vermuten, dass sich der Lenker verletzt hat und steigen hinab. Der Schwiegersohn ist zuerst dort und stellt fest, dass sich kein Lenker im Auto befindet. Wie ist das möglich? Wir vermuten, dass es ein Versuch zur Brandstiftung sein könnte. Ein Brand ist allerdings nicht ausgebrochen. 

Mittwoch, 20. Mai 2026

 

Eine Sitzung findet statt, wegen einem Projekt, das in Schwierigkeiten geraten ist. Ich bin nicht Projektleiter, aber als Leiter des Dienstes auch davon betroffen und auch mitverantwortlich. Es sind höhere Beamte erschienen, Kontolleure, weiter auch zwei Beobachter aus Norwegen und Schweden. Auch der 94-jährige Politiker Bonny nimmt teil, von dem ich gelesen habe, dass er im Altersheim lebt. Er erinnert sich noch gut an mich und lacht, als er mich sieht. Das Altersheim sei eine gute Lösung, er habe einen Schlaganfall gehabt und könne nicht mehr alleine leben. Seine Stimme ist kräftig, sein Geist beweglich, wie in seinen besten Zeiten. Mit dem Gehen aber hat er Mühe, er steht ganz schief. Warum die Sitzung überhaupt stattfindet, ist mir nicht so recht klar. Wer soll das Protokoll führen, wer die Teilnehmerliste erstellen? Ich schiebe dem Norweger einen Zettel zu und bitte ihn, seinen Namen anzugeben. Dann fragt einer der Kontrolleure, ob wir einen Projektplan gehabt hätten. Mein Projektleiter wird verlegen und schweigt. Darf ich antworten, sage ich, und erkläre, dass es keinen Projektplan gegeben hätte, weil es sich um ein einfaches Projekt handle und wir schon mehrfach so gehandelt hätten, einfach mit Pflichtenheft, Ausschreibung, Wahl des Systems und Einführung. Es sei nicht nötig gewesen, eines der komplizierten Planungsinstrumente zu verwenden. Die Verzögerungen, die es gegeben hätte, seien erklärlich. 

Freitag, 15. Mai 2026

 

Blinddarmoperation. Ich bin zuversichtlich und gelassen, der Arzt, den ich nicht kenne, scheint gut zu sein. Er fragt noch, ob ich wichtige Dokumente hätte, die ich abgeben möchte. Ich habe nichts dergleichen und frage mich, was er wohl damit meint. Jetzt muss ich noch auf die Toilette, was nicht ganz einfach ist. Ich habe die Hosen schon ausgezogen, muss aber durch ein Vorzimmer gehen, in dem andere Patienten warten. Der Arzt fragt weiter, ob ich Schmerzmittel wolle. Ich sage nein und denke, dass es sich ja um eine leichte Operation handelt. Es könnte im übrigen auch sein, dass der Arzt nicht genügend Schmerzmittel zur Verfügung hat.

Mittwoch, 13. Mai 2026

Sonntag, 10. Mai 2026

 

Ich bin mit meiner Frau in den Ferien, in einem kleinen Ort in Italien, der auf einem Hügel liegt. Wir haben eine kleine Wohnung, vor uns eine Terrasse, auf der Autos parkieren könnten. Unterhalb der Terrasse führt eine Bergstrasse weiter hinauf. Ich stehe vor dem Haus und erwarte den Notarzt, den wir gerufen haben, weil es meiner Frau schlecht geht und sie sich fast nicht mehr bewegen kann. Der Arzt erscheint, mit einem kleinen Sanitätsauto, und ich bedeute ihm, er soll abbiegen und vor unserem Haus halten. Ich führe ihn in die Wohnung, zusammen mit einer ganzen Schar von lustigen jungen Leuten, die alle Weingläser in den Händen halten und irgendetwas feiern. Meine Frau ist inzwischen wieder aufgestanden und redet mit diesem Völklein. Ich erkläre den Leuten aber, dass hier ein Krankenzimmer sei und kein Partylokal, und weise sie weg. Der Arzt, ein kleiner älterer Herr, hat sich nun hingesetzt und blickt fragend um sich. Was soll er hier nun eigentlich machen? Meiner Frau scheint es wieder viel besser zu gehen, ein Arztbesuch ist eigentlich nicht mehr nötig.

Donnerstag, 7. Mai 2026

 

Ich will mit einer Reisegruppe nach Florenz reisen. Es sind viele Frauen dabei, die üblichen reiseverrückten Damen, mittleres Alter, bürgerlich. Die Reiseführerin bereitet uns im Bahnhof Zürich auf die Reise vor, auf einem kleinen Tisch liegen Unterlagen und auch ein schöner Reiseführer, den sie nachher abgeben kann. Ich hätte ihn gerne, er wird mir aber sofort weggeschnappt. Ich freue mich auf die Reise, die auch bei schlechtem Wetter interessant ist. Gibt es doch, wie ich weiss, ein sehr grosses und berühmtes Diozesanmuseum.  Ausserdem ein Museum, das einem Künstler gewidmet ist, dessen Name je nach Sprache anders lautet und immer in vier Sprachen kommuniziert wird. Er heisst, vermutlich auf deutsch, Gashpar Gherinc. Im übrigen mache ich mir Sorgen, weil die Reisegruppe auch an den Abenden beisammen ist und dann offenbar getanzt werden wird. Was soll ich dazu sagen? Ich kann doch nicht tanzen.

Samstag, 2. Mai 2026

 

Eine Verfolgungsjagd findet statt, in einem weitläufigen Kasernenareal, durch Holzbauten und über kleine schmale Kanäle. Ist es ein Spiel oder ist es Ernst? Ich werde verfolgt, bin zusammen mit einem dubiosen Kerl, der einen schlechten Ruf besitzt. Ich muss befürchten, dass man mir das Einvernehmen mit ihm und die gute Zusammenarbeit später übel nimmt. Einmal überqueren wir einen Kanal, über den schmale Bretter gelegt sind. Ein Kamerad fällt dabei ins Wasser und wird weggeschwemmt, in ein enges Rohr hinein. Er ist verloren, wir können ihn keinesfalls mehr retten. Wir eilen weiter. Plötzlich erscheint eine kleine, kriegerische, bewaffnete Frau, vor der wir uns zu verstecken versuchen. Es ist die verstorbene alt Bundesrätin Kopp. Wir rennen weg und hoffen, entkommen zu können. Entgegensetzen könnten wir ihr nichts.

Donnerstag, 30. April 2026

Dienstag, 28. April 2026

 

Langer Bürotraum. Ich erwarte einen neuen Praktikanten und möchte ihn gleich einführen. Am besten ist es, denke ich, wenn er meinen Arbeiten folgt und so «on the job» unseren Dienst kennenlernt. Er wird einen guten Einblick erhalten, denn ich habe viele Aufträge zu erledigen. Wir befinden uns in einem älteren Gebäude in einem Grossraumbüro. Ich gehe zur Türe und sehe an ihrem Fensterplatz Appolonia, die Kuchen gebacken und ins Büro gebracht hat, für die Kolleginnen und Kollegen. Ich lobe sie, sage, dass ich nicht gewusst habe, dass sie so gute Kuchen backen könne. Das gefällt ihr aber nicht. Dann ist es plötzlich später Abend, wie immer in diesen Wochen haben wir auch am Abend gearbeitet. Ich gehe nach Hause, lasse Aello zurück, die wie immer ihre Arbeiten nicht abschliessen kann. Ich vergesse, ihr zu sagen, dass sie die Büros schliessen soll, und muss nun annehmen, dass sie über die Nacht offenstehen, was aber keine besonderen Probleme mit sich bringen wird. Ich suche mein Velo. Auf dem grossen Platz vor unserem Gebäude findet eine Demo statt. Ein Politiker spricht zu Tausenden von Bauern. Von der Seite her nähert sich aber eine Gegendemo, es sind Chaoten, die hinter einer grossen schwarzen Rauchwolke verborgen heranmarschieren. Mit einiger Mühe kann ich mein Velo finden und mich entfernen.

Mittwoch, 22. April 2026

 

Wir, unsere Familie und Gäste aus Bulgarien, machen Ferien in einem bescheidenen Hotel, das am Fuss eines Berges und am Rande einer Schlucht liegt. In einem der Zimmer findet eien Party statt, von den Kindern werden Lieder gesungen, und aus einem grossen Krug wird ein mir unbekanntes, aber schmackhaftes Getränk ausgeschenkt. Es herrscht Krieg, und unerwartet tauchen am Rande der Schlucht feindliche Truppen auf, die über das Gebirge gekommen sind. Da im Haus die wenigen Toiletten besetzt sind, gehe ich hinaus, weil ich weiss, dass es auf dem kurzen Weg zur Schlucht eine weitere Toilette gibt. Diese besteht aus einer in den Felsen gehauenen Schale, ist aber unbenutzbar ist, weil kein Wasser fliesst. Ich gehe wieder zurück und sehe, dass Schweizer Soldaten mit ihren Gewehren in mehreren Reihen am Boden liegen. Ob diese einfache Bewaffnung genügen wird? Hinzu kommt, dass es stark zu regnen begonnen hat, die Soldaten total durchnässt sind und die Gewehre vielleicht gar nicht mehr funktionsfähig sein könnten. Wir beschliessen, den Ort zu verlassen, was nicht ohne Aufregung geht, denn die Kinder wollen nicht weg. Schliesslich sind wir aber unterwegs und gelangen auf den Hauptplatz der nahen Stadt. Dort sind viele Menschen versammelt, die nun überraschtt werden von Streumunition, die in grossen Mengen vom Himmel fällt. Sie besteht aus kleinen Ampullen, die offenbar einen Zeitzünder haben und demnächst explodieren könnten. Wir rennen weg, auch wieder unter dem Widerstand der Kinder, die nicht begreifen, dass sie weggehen sollten. Wir gelangen in enge Gassen, in denen keine Munition zu finden ist. Es ist ein sehr altes Quartier, dunkel, eng und kaum bewohnt. Wir verirren uns und gelangen in eine Sackgasse und dort an ein Gewässer, einen kleinen, aber tiefen Fluss mit starker Strömung. Es ist undenkbar, hier hineinzuspringen und schwimmend weiterzukommen. Wir müssen zurück und einen anderen Ausgang suchen, dies immer in der Erwartung, dass im Stadtzentrum demnächst fürchterliche Explosionen stattfinden werden.