Eine Sitzung findet statt, wegen einem Projekt,
das in Schwierigkeiten geraten ist. Ich bin nicht Projektleiter, aber als
Leiter des Dienstes auch davon betroffen und auch mitverantwortlich. Es sind
höhere Beamte erschienen, Kontolleure, weiter auch zwei Beobachter aus Norwegen
und Schweden. Auch der 94-jährige Politiker Bonny nimmt teil, von dem ich
gelesen habe, dass er im Altersheim lebt. Er erinnert sich noch gut an mich und
lacht, als er mich sieht. Das Altersheim sei eine gute Lösung, er habe einen Schlaganfall
gehabt und könne nicht mehr alleine leben. Seine Stimme ist kräftig, sein Geist
beweglich, wie in seinen besten Zeiten. Mit dem Gehen aber hat er Mühe, er
steht ganz schief. Warum die Sitzung überhaupt stattfindet, ist mir nicht so
recht klar. Wer soll das Protokoll führen, wer die Teilnehmerliste erstellen?
Ich schiebe dem Norweger einen Zettel zu und bitte ihn, seinen Namen anzugeben.
Dann fragt einer der Kontrolleure, ob wir einen Projektplan gehabt hätten. Mein
Projektleiter wird verlegen und schweigt. Darf ich antworten, sage ich, und
erkläre, dass es keinen Projektplan gegeben hätte, weil es sich um ein
einfaches Projekt handle und wir schon mehrfach so gehandelt hätten, einfach
mit Pflichtenheft, Ausschreibung, Wahl des Systems und Einführung. Es sei nicht
nötig gewesen, eines der komplizierten Planungsinstrumente zu verwenden. Die
Verzögerungen, die es gegeben hätte, seien erklärlich.

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