Samstag, 6. Juni 2026

 

Wir, meine Frau und ich, machen Ferien in «Brescia», einer grossen alten italienischen Stadt, die am Meer liegt. Mit uns Ferien macht auch ein alter Kollege, ein Bibliothekar, der mit dem Vespa unterwegs ist. Wir hingegen haben ein Auto. Wir würden eigentlich gerne an den Strand gehen, er aber möchte in der Stadt bleiben. Wir sind etwas widerwillig bereit dazu. Heute wollen wir uns in der Innenstadt treffen. Wir wohnen etwas oberhalb der Altstadt in einem Hotel, mein Bekannter hat anderswo eine Unterkunft. Ich gehe also mit meiner Frau hinunter in die Stadt. Es ist dabei nicht leicht, den richtigen Weg zu finden, weil eine grosse, stark befahrene Strasse überquert werden muss. Meine Frau meint, wir sollten nach links gehen. Dies würde aber einen sehr weiten Weg bedeuten, da links eine Schlucht beginnt, über die keine Brücken führen. Also gehen wir nach rechts. Dort weiss ich, dass es einen Durchgang durch die Häuserzeilen gibt, der schwer zu finden ist. Wir gehen zuerst an diesem Eingang vorbei, kehren dann aber zurück und finden ihn. Es ist ein gewöhnlicher, sehr langer und enger Hausgang. Vor uns geht eine Frau, sonst ist niemand zu sehen. Könnte es hier nicht gefährlich sein? In einer Nische steht ein junger Mann, der uns anspricht und über Geldfragen und Tauschgeschäfte reden will. Wir weisen ihn ab und gehen schnell weiter. Kurz vor dem Ausgang sitzen Leute am Boden, um sie herum flattern Vögel. Wir müssen über sie hinwegsteigen und kommen dann wirklich in die Altstadt. Dort hatten wir auch irgendwo unser Auto parkiert, vielleicht in einer Zone, in der Gebühren bezahlt werden müssen. Wir befürchten eine Busse und müssen nun das Auto suchen, weil wir nicht mehr genau wissen, wo wir es hingestellt haben. Auch unseren Bekannten werden wir suchen müssen, wir sollten ihn ja hier in den Innenstadt treffen. Nie mehr, sagen wir zueinander, werden wir Ferien mit einem Bekannten machen.

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