Freitag, 25. September 2026
Dienstag, 22. September 2026
Ich bin in einer Bibliothek, die aber auch
Freizeitzentrum ist. Es gibt eine Ecke, in der gratis Bücher und Zeitschriften
aufliegen. Meistens sind sie für mich uninteressant, jetzt aber gibt es einen
Stoss alte Hefte von Fix und Foxy und auch von Micky Maus. Diese interessieren
mich nun sehr, ich nehme sofort einige davon, die noch so gut wie neu sind.
Weiter unten finde ich auch ein seltsames Heft mit Science Fiction und
sektiererischen Verschwörungsgeschichten. Ein Weltuntergang wird beschrieben.
In der Nähe sitzt eine Frau auf einem Sofa und liest ein Buch, aus dem sie
einen Satz laut zitiert, auch hier geht es um einen Weltuntergang. Ein Satz
lautet genau so, wie er auch in meinem Heft steht. Wir kommen ins Gespräch. Ich
sage, dass sich Aussagen von grossen Autoren meistens bewahrheiten würden, die
grossen Dichter seien Propheten, die die Zukunft voraussehen würden. Ich suche
nach Beispielen, Dostojewski fällt mir ein. Aber Dostojewski hat ja nicht den
Weltuntergang prophezeit, sondern einen furchtbaren Sozialismus. In meinem
Halbwissen nennen ich jetzt Goethe, aber Goethe hat ja nur eine überaus düstere
Zukunft vorausgeahnt, aber nie einen Weltuntergang.
Freitag, 18. September 2026
Ich bin Gymnasiast und sollte zur Schule,
verspäte mich aber. Es ist neun Uhr, und zu dieser Zeit hat eine
Mathematikstunde schon begonnen, die bis 9.20 Uhr dauert. Dann wird die grosse
Pause beginnen. Ich bin aber mit einem Begleiter noch in einem Museum, in
welchem technische Anlagen, aber auch Ausstellungen zu geschichtlichen und
kulturellen Themen zu sehen sind. Wir haben einen Teil davon kurz besucht. Es
gibt aber noch ein zweites Gebäude, das ich auch besuchen möchte, weil ja der
Eintritt für beide Museumsbauten gilt. Die Schule kümmert mich dabei nicht. Ich
gehe allein in diese Räume und esse ein kleines Znünibrötli, das ich
mitgenommen habe. Hier sind eine Reihe von grossen Schlafzimmern zu sehen. In
den Betten liegen jeweils Frauen, von denen ich zuerst glaubte, es seien
Puppen. Es sind aber wirkliche Frauen, die unbeweglich in den Betten ruhen und
sich nicht um die Besucher kümmern. Am Ende dieser Zimmer gibt es einen
weiteren Raum, in dem auf einem weiteren Bett vier dicke graue Katzen liegen.
Ich rede mit ihnen, sie nehmen das zur Kenntnis. Sie bewegen sich kaum, obwohl
sie weglaufen könnten. Sollte ich jetzt vielleicht nicht doch zur Schule? Ich
habe dort soviel gefehlt, dass man meine Absenz wohl gar nicht bemerkt hat.
Eigentlich steht bald die Matur bevor. Werde ich sie bestehen? Ich bin
zuversichtlich, denn ich kenne Beispiele von Schülern, die auch oft gefehlt
haben und die Prüfung dann doch bestanden haben.
Dienstag, 15. September 2026
Bürotraum. Ich stehe draussen, vor dem
Amtshaus, und warte auf ein Treffen mit Kolleginnen und Kollegen. Um was es
geht, ist mir nicht klar. Es ist neun Uhr am Morgen. Eine Kollegin springt aus
dem Haus und eilt an mir vorbei. Sie komme später, sagt die Juristin, sie müsse
zuerst noch eine Pizza essen. Mit anderen Kollegen, die jetzt erscheinen,
spreche ich über ein umfangreiches
rechtswissenschaftliches Werk, das erschienen ist. Sein Verfasser, sage
ich, und dies nicht ganz ohne leisen Spott, sollte eigentlich dafür den
Ehrendoktor erhalten. So könnte seine Leistung gewürdigt werden.
Freitag, 11. September 2026
Mittwoch, 9. September 2026
Ich bin an meinem alten Arbeitsort im
mehrstöckigen Hauptgebäude und will dort mit dem altertümlichen Lift vom
Erdgeschoss ins oberste Stockwerk fahren. Der Lift steht aber plötzlich auf
halber Höhe fest und scheint einen Defekt zu haben. Ich bin allein und kann
durch ein Fenster aussteigen. Im Liftschacht kann ich in einem Metallgestänge
hinunterklettern zur nächsten Etage. Dann funktioniert der Lift aber plötzlich wieder,
er fährt hinauf und mit einer grösseren Zahl von Kolleginnen wieder hinunter.
Im Erdegschoss treffen wir uns. Man hat meinen Verstoss bemerkt, mich treffen
vorwurfsvolle Blicke. Unter den Kolleginnen befinden sich auch zwei
Vorgesetzte, die mir sagen, dass sie von mir Erklärungen erwarten würden, nicht
jetzt, hier, sondern an einer Sitzung. Man werde mich aufbieten. Ich komme
trotzdem mit einigen Kolleginnen ins Gespräch und sage, es sei doch gar nichts
passiert, ich hätte gar nicht anders handeln können. Nein, sagt man, ich hätte
im Lift warten müssen, bis ein Fachmann gekommen wäre. Das hätte lange dauern
können, bis zu zwei Tagen, sage ich. Man entgegnet, dass das, was ich gemacht
habe, sehr gefährlich sei. Nein, sage ich, es wird sicher Leute geben, die das
so sehen wie ich. Jetzt erscheint eine der Vorgesetzten, die sich kurz entfernt
hatte, mit einem Blatt. Sie zeigt es mir, es ist ein Haftbefehl. Wie bitte? Das
ist verrückt! Wenn man mich in Haft nähme, würde ich auf jeden Fall
Schadenersatz fordern.
Montag, 7. September 2026
Grosser Anlass in Rom. Vatikan. Die Teilnehmer
werden an einem Empfangstisch begrüsst und in einer riesigen Anlage auf
Gästehäuser verteilt. Bei mir und meiner Gattin gibt es bei der Registrierung
Komplikationen, weil der Familienname nicht richtig geschrieben worden ist. Ich
muss den Empfangsdamen meine Karte selber ausfüllen und erkläre meinen Namen in
einer italienischen Übersetzung, was zu Heiterkeit führt. Man glaubt zuerst,
mein Name bedeute «Er hat immer Geld». Dann wird uns ein Zimmer zugeteilt. Die
Nummer lautet auf M4 2 17. Wo mag das sein? Auf einem Plänchen sehen wir, dass
das Haus M4 ganz rechts aussen steht, wobei dort dann wohl auch das Zimmer
gefunden werden kann. Wir gehen. Es ist jetzt schon 9.50 Uhr. Die erste
Veranstaltung sollte um 10 Uhr stattfinden, was aber unwahrschinlich ist, denn
es treffen noch immer viele Gäste ein, die zuerst ihre Zimmer beziehen sollten.

