Samstag, 20. Juni 2026

 

Ich bin mit einer Gruppe von studentischen Bekannten im Länggassquartier unterwegs. Es ist Abend, und wir wollen noch in die Stadt, um dem dort irgendwo im Bildungswesen arbeitenden Rolf Deppeler einen Schuhkarton zu überreichen, in dem sich irgendwelche ihm offenbar wichtigen Dinge befinden. Wir würden gerne mit dem Bus fahren und suchen die nächste Haltestelle. Wir finden eine, diese ist aber seit längerer Zeit ausser Betrieb. Wir gehen weiter, nun zur Haltestelle Bierhübeli, die besonders gut ist, weil dort ja die Busse von zwei Linien halten. Es ist aber jetzt 22.30 Uhr, und es fahren kaum mehr Busse. Wir warten längere Zeit und sehen, wie seltsame andere Gefährte vorbeifahren, zum Beispiel ein Campingbus mit einem so hohen Aufbau, dass er gewiss kaum die nächste Unterführung passieren kann. Dann erscheint ein Jeep mit einem Anhänger, in dem eine ganze Gruppe auf Bänken Platz nehmen könnte. Er hält an, und wir fragen, ob er uns nicht zum Bahnhof führen könnte. Das gehe nicht, sagt der Fahrer, er sei jetzt auf dem Heimweg. Ist es jetzt noch sinnvoll, in die Stadt zu fahren? Den Herrn Deppeler werden wir dort gewiss nicht mehr antreffen. Wir setzen uns in einer Vertiefung, einem Graben, und ich erkläre dort meinen Kollegen, die Deppeler nicht weiter kennen, dass dieser auch Satiriker sei und ein Buch geschrieben habe, in dem er sich über die Politikwissenschaft lustig mache und in dem es auch eine Liebesgeschichte gebe. Noch immer erscheint kein Bus, und wenn einer käme, würden wir ihn gewiss nicht alle erreichen, denn wir müssen, wenn wir aus unserem Loch heraus wollten, über eine Mauer klettern, was sehr zeitraubend wäre.

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