Kunstausstellung,
in kleinem Rahmen. Gruppenweise finden Performances statt. Ich nehme auch teil,
zusammen mit einem undefinierbaren Bekannten, einem eher langweiligen, alten
Kameraden. Unter den Kunstfreunden, die sich versammelt haben, befindet sich auch
alt Bundesrätin Sommaruga. Sie steht alleine herum und begrüsst mich
freundlich, begleitet mich sogar in einen Nebenraum, in welchem wir ungestört schwatzen
können. Dort tritt mein Bekannter auch hinzu und wird von Frau Sommaruga mit
einem Küsschen begrüsst. Es verwundert mich sehr, dass mein unscheinbarer
Begleiter offenbar so geschätzt wird. Dann beginnt die Performance. Alle
Besucher werden gebeten, sich auf eine der ausgebreiteten Bahren zu legen. Es
sind Bahren, wie sie in der Armee von den Sanitätstruppen verwendet werden.
Ich suche mir auch eine aus, lege mich hin, links von mir mein Kamerad, rechts
eine ältere, aber noch rüstige und lebhafte Frau, die sich beim Hinlegen noch
so ungeniert und zudringlich über mich beugt, dass ich in grosse Verlegenheit
gerate. Dann erhält jeder Besucher auf einem Schemel am Fussende der Bahre eine
kleine Flasche Mineralwasser, Pommes Chips und, in einem grossen Glas, das aber
nur bis zur Hälfte gefüllt wird, etwas Weisswein. Mein Begleiter fragt, ob ich
mich nicht langweile mit ihm oder, mit Blick auf die Frau neben mir, die jetzt
ruhig liegt und schweigt, auch sonstwie. Jetzt sollte die Performance beginnen,
man wird den Raum verdunkeln und an der Decke etwas zeigen, den Nachthimmel
oder irgendetwas anderes.