Montag, 20. Januar 2014
Einmal sollten wir die Stellvertretung für einen
Lehrer übernehmen, für eine Singstunde, für die auch die Eltern eingeladen worden
sind. Wir können nicht singen, kennen kein Lied, haben keine Unterlagen und
befürchten daher eine grosse Peinlichkeit. Wir fahren zum Schulhaus, zu Fünft
in einem kleinen Auto, auf dem Dach haben wir auch noch das Fahrrad des Lehrers
aufgeladen. Wir biegen falsch ab, kommen auf eine zweispurige Einbahnstrasse,
wo auf einer der beiden Spuren auch noch ein Tram fährt. Unter den
Verkehrsteilnehmern herrscht eine Riesenaufregung, der Verkehr staut sich, man
schreit, lässt uns aber wenden, sodass wir zurückfahren können. Auf der
Weiterfahrt verlieren wir kurz vor dem Schulhaus das Fahrrad. Wir parkieren und
wollen es holen, zu Fuss. Es ist aber bereits völlig kaputt, nur noch der
Rahmen liegt da, die Leute haben es aus Rache für unsere Irrfahrt zerstört. Was
jetzt, müssen wir vielleicht dem Lehrer auch noch das Fahrrad ersetzen. Und was
ist mit der Singstunde, sie hätte schon längst beginnen sollen.
Freitag, 10. Januar 2014
Wir
sind mit einer Reisegruppe unterwegs, reisen mit vielen anderen Menschen in
einer riesigen Kabine, einer Art von Grossraumflugzeug oder Theater. Wir sitzen
in Reihen auf bequemen, aber engen Polstersesseln, ich mit einer schönen
Reisegefährtin, mit der sich etwas Konkretes anzubahnen scheint, ganz aussen an
der Wand. Wir müssen, um zu einem der Gänge zu kommen, an einigen weiteren
Menschen vorbei, sitzen also alles in allem recht ungestört. Zwischen uns hat
sich ohne viele Reden allein durch Blicke und Lächeln ein geheimes
Einverständnis entwickelt. Etwas wird zwischen uns geschehen, wo aber und was
aber ist mir nicht klar, es fehlt doch wirklich an einer Gelegenheit. Meine
Gefährtin aber ist viel kühner und entschlossener, als ich es mir dachte. Sie
hat Präservative bei sich, nimmt eines heraus, öffnet es und will es mir
überstülpen, das schon mal zur Vorbereitung für das, was geschehen wird, wenn
das Licht ausgeht. Ich bin leicht geschockt, weitere Reisegefährten können
nämlich ganz gut sehen, was wir machen, und unter diesen befindet sich ja auch
meine Frau, die weiter rechts sitzt und von Zeit zu Zeit zu mir hinüberschaut.
Ich bin aber hilflos und kann mich nicht wehren, mein Glied ist steif, die
kleine Schönheit neben mir ganz schamlos und geil. Nichts wird unsere kühne und
skandalöse Vereinigung verhindern können, wenn es jetzt dann gleich dunkel wird
und die Reisenden schlafen werden. Das Weibchen ist ein Mischwesen,
zusammengesetzt aus alten Bekannten.
Sonntag, 5. Januar 2014
Freitag, 3. Januar 2014
Ich
befinde mich auf dem ***platz, zusammen mit einem Bekannten, der nicht näher
identifizierbar ist, ein Kollege, Schulkamerad, fast schon Freund. Hinter uns
eine grosse Menschenmenge, die sich, da es Gebetszeit ist, niederwirft, alle
auf den Knien, die Stirn am Boden, dies gemäss den Vorschriften nach einer ganz
bestimmten Himmelsrichtung ausgerichtet. Wir haben nichts mit dieser Religion
und diesen Gebeten zu tun, halten es aber für gefährlich, jetzt einfach weiter
vor diesen Menschen zu stehen oder wegzugehen. Wir werfen uns gleichfalls
nieder, ich in der Richtung, in der sich auch die anderen Menschen
niedergeworfen haben, mein Kollege unvorsichtigerweise in der Gegenrichtung,
mit Blick auf die Betenden. Das ist eine schwere Verletzung der Vorschriften,
es kommen Aufseher, die ihn packen und ihm gemäss dem für ein solches Vergehen
festgelegten Strafmass vor der versammelten Menge fünfzig Peitschenhiebe
versetzen. Die Aufseher haben schwere Peitschen, schlagen aber glücklicherweise
nicht mit voller Kraft drauflos und lassen dem armen Teufel zudem die Kleider
am Leibe, so dass er, so nehmen wir jedenfalls an, die Bestrafung ohne schwere
Schäden überleben wird.
Samstag, 28. Dezember 2013
Wir veranstalten ein grösseres Konzert und sind
gleichzeitig auch Dirigent, obwohl wir wenig bis nichts von Musik verstehen und
die Partitur nicht lesen können. Ein modernes Werk soll aufgeführt werden, eine
Art Oratorium, in den Mauern eines alten, zum Teil nur noch als Ruine
erhaltenen Palastes. Die Musiker und Sänger besammeln sich, wir gehen
geschäftig herum, begrüssen alle und danken für das Mitmachen, das
unentgeltlich erfolgt. Der Chor stellt sich auf, daneben die Musiker, eine
Bläsergruppe, die aus drei herkömmlichen Bläsern besteht, aus Klarinette,
Fagott und Posaune, dann aber auch aus vier Schwedenhörnern, geblasen von
kräftigen stämmigen Spezialisten, die etwas verspätet eintreffen, weil sie mit
dem Auto extra aus Zug gekommen sind. Schwedenhörner sind seltene Instrumente,
etwa einen Meter lang, gerade, metallisch, ohne Tastatur. Sie sehen aus wie
Alarmsirenen oder jene Lärminstrumente, die in Südafrika an der
Fussballweltmeisterschaft geblasen worden sind, und sollen einen unheimlichen
Ton von sich geben. Jetzt wird es aber interessant, sagen wir zu den
Versammelten, die alle viel mehr von Musik verstehen als wir, aber eben diese
Schwedenhörner nicht kennen. Wir besehen uns die Partitur. Soviel wir
verstehen, kommen zuerst sechs Takte, die stumm sind, das zu dirigieren wird
uns leicht fallen und uns Sicherheit geben, dann setzen die Sänger ein, mit dem
Text in nomine domini, dann folgt er
erste Einsatz der Bläser, deren Noten wir nun nicht mehr verstehen. Wir sind
aber zuversichtlich, dass sie ihre Sache richtig machen werden, denn es sind
alle professionelle Musiker, die auch ohne Dirigent spielen können. Also, sagen
wir, es kann losgehen, bitte stellen Sie sich auf, wir beginnen. Vielleicht
stürzen jetzt dann die Mauern ein, sagen wir, in Erwartung der Schwedenhörner.
Freitag, 20. Dezember 2013
Mittwoch, 18. Dezember 2013
Ich befinde mich, zusammen mit mehreren grossen
Affen, hoch oben auf einem riesengrossen Baum. Es scheint unmöglich, je wieder
auf den Boden zu gelangen, denn im unteren Bereich sind viele Äste abgestorben
oder unter dem Gewicht der turnenden Affen abgebrochen. Ein Affe wirft sich in
die Tiefe, segelt eine unglaublich lange Strecke und landet schliesslich, von
einem unerklärlichen Aufwind wieder nach oben getragen, in einem benachbarten
Baum. Ich muss aber hinunter, das ist klar, ich entscheide mich und steige auf
den grossen Ästen entschlossen hinab. Unten, wo es kaum mehr Äste gibt, und ich
mich noch immer zehn Meter über dem Boden befinde, zeigt sich aber ganz
unerwartet ein leichter und bequemer Abstieg.
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