Wir, unsere Familie und Gäste aus Bulgarien,
machen Ferien in einem bescheidenen Hotel, das am Fuss eines Berges und am
Rande einer Schlucht liegt. In einem der Zimmer findet eien Party statt, von
den Kindern werden Lieder gesungen, und aus einem grossen Krug wird ein mir
unbekanntes, aber schmackhaftes Getränk ausgeschenkt. Es herrscht Krieg, und
unerwartet tauchen am Rande der Schlucht feindliche Truppen auf, die über das
Gebirge gekommen sind. Da im Haus die wenigen Toiletten besetzt sind, gehe ich
hinaus, weil ich weiss, dass es auf dem kurzen Weg zur Schlucht eine weitere
Toilette gibt. Diese besteht aus einer in den Felsen gehauenen Schale, ist aber
unbenutzbar ist, weil kein Wasser fliesst. Ich gehe wieder zurück und sehe,
dass Schweizer Soldaten mit ihren Gewehren in mehreren Reihen am Boden liegen.
Ob diese einfache Bewaffnung genügen wird? Hinzu kommt, dass es stark zu regnen
begonnen hat, die Soldaten total durchnässt sind und die Gewehre vielleicht gar
nicht mehr funktionsfähig sein könnten. Wir beschliessen, den Ort zu verlassen,
was nicht ohne Aufregung geht, denn die Kinder wollen nicht weg. Schliesslich
sind wir aber unterwegs und gelangen auf den Hauptplatz der nahen Stadt. Dort
sind viele Menschen versammelt, die nun überraschtt werden von Streumunition,
die in grossen Mengen vom Himmel fällt. Sie besteht aus kleinen Ampullen, die
offenbar einen Zeitzünder haben und demnächst explodieren könnten. Wir rennen
weg, auch wieder unter dem Widerstand der Kinder, die nicht begreifen, dass sie
weggehen sollten. Wir gelangen in enge Gassen, in denen keine Munition zu
finden ist. Es ist ein sehr altes Quartier, dunkel, eng und kaum bewohnt. Wir
verirren uns und gelangen in eine Sackgasse und dort an ein Gewässer, einen
kleinen, aber tiefen Fluss mit starker Strömung. Es ist undenkbar, hier
hineinzuspringen und schwimmend weiterzukommen. Wir müssen zurück und einen
anderen Ausgang suchen, dies immer in der Erwartung, dass im Stadtzentrum
demnächst fürchterliche Explosionen stattfinden werden.

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