Ich erwache etwas spät und muss mich sehr
beeilen, um ins Büro zu kommen. Ich fahre mit dem Velo, was schneller geht als
mit dem öffentlichen Verkehr, vêrgesse dabei aber meine Tasche, in der sich
auch der Computer und das Telefon befinden. Ohne diese Utensilien kann ich aber
eigentlich im Büro nur untätig herumsitzen, was aber niemandem auffällt. Viel
wird nicht gearbeitet, es sind undefinierbare Aufgaben zu erledigen, man wartet
auf Aufträge. Eine ältere Dame, eine langjährige Kollegin, hat gesundheitliche
Probleme und trägt am Hals gut sichtbar ein violettes Pflaster. Sie ist aber
überraschend elegant gekleidet, weil sie als Sekretärin in eine Sitzung gehen
muss. Wir sitzen alle an langen Tischen, die einzelnen Arbeitspätze sind
abgetrennt durch kleine Wände. Mit dabei ist auch Trump, der aber nicht
angestellt ist, sondern andere Aufgaben hat oder einen Kurs besuchen will. Er
ist sehr umgänglich, schwatzt laut mit allen und ist auch mit mir sofort
vertraut. Auf sein Verlangen ertönt aus einem über den Köpfen angebrachtes
Radio sehr laut Musik. Ich sollte meiner Frau telefonieren und möchte dazu das
Telefon einer anderen Kollegin benützen, die rechts von mir sitzt. Das sollte
möglich sein, denn sie ist gerade weggegangen. Links von mir sitzt ein hoher
Beamter, ein sehr tüchtiger, hochkompetenter Herr, der jetzt brummend erklärt,
ich würde ihn stören und zuviel Platz beanspruchen. Die Musik ist viel zu laut
und macht das Telefonieren unmöglich. Ich sage das Trump und erkläre ihm, dass
er wohl in seinen Büros niemals so laute Musik erlauben würde. Ein Mitarbeiter,
der so laut Radio hören würde, würde sicher sofort entlassen. «You are
dismissed», bekäme dieser zu hören. Trump lacht und erlaubt, dass das Radio
leiser gestellt wird. Jetzt ist es 12 Uhr geworden, die Mittagspause beginnt.
Telefonieren macht jetzt keinen Sinn mehr. Ich beschliesse, nach Hause zu
fahren und meine Arbeitsmittel zu holen. Dazu dürfte eine Stunde gerade
ausreichen. Man macht mich aber noch darauf aufmerksam, dass ein grosses
Kuchenstück auf meinem Arbeitsplatz liegt. Es hat mehrere Lagen mit
verschiedenfarbigen Cremen und sieht sehr amerikanisch aus. Trump hat es mir
geschenkt. Ich frage ihn, ob er es selber gemacht und dazu in der halben Nacht
gearbeitet habe. Er lacht und ist ein angenehmer, sehr freundlicher Mensch.

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