Montag, 24. Juni 2024

 

Ich treffe meine Frau, meine alte Tante und eine Arbeitskollegin meiner Frau in der Stadt. Ich begrüsse die Arbeitskollegin mit ihrem Nachnamen, womit ich schlecht aussehe. Meine Frau ruft mir erstaunt und fast etwas entrüstet «Ursula» zu, weil ich mit dieser Frau doch seit langem per Du bin. Ich muss mich entschuldigen. Dann wollen die drei Frauen ein bekanntes Dancing besuchen, das sich in einem Kellergeschoss befindet und über eine enge Treppe erreicht werden kann. Ich steige mit ihnen hinab, Ursula aber bedeutet mir, dass mein Besuch nicht erwünscht ist und schliesst recht unhöflich die Eingangstüre vor meiner Nase. Ich gehe nun alleine durch die Stadt. Am Himmel zeigt sich ein bedrohliches Wetterphänomen. Die dichte Wolkendecke weist Löcher auf, durch die ganz ungewöhnliche rotgelbe Lichterscheinungen zu sehen sind. Kündigt sich hier eine Katastophe an? Ich fliehe, mit anderen Menschen, in das Bahnhofgebäude und suche in einem beinahe leeren grossen Wartesaal Schutz. Ein grosser kräftiger Hund läuft frei herum, offensichtlich ein Kampfhund. Ich fühle mich sehr unwohl, der gefährliche Hund aber bleibt ruhig, legt sich hin, wälzt sich auf dem Rücken hin und her und verschwindet am Ende. Irgendwie komme ich sodann nach Hause, es ist die zweistöckige Wohnung, in der wir von 1973 bis 1994 gelebt haben. Ich sehe, dass im Bett meiner Frau Exkremente liegen, kleine schwarze Kügelchen, die gewiss nicht von den Katzen stammen. Ich überlasse das Putzen meiner Frau, die ja demnächst auch nach Hause kommen wird, und gehe in mein Zimmer. Auch im Lavabo entdecke ich Ungewöhnliches. Von der geplättelten Wand sind einzelne Platten heruntergefallen, wobei sie in viele kleine quadratische Teile zersplittert sind. Waren vielleicht Einbrecher im Haus? Es ist nun schon sechs Uhr am Morgen. Eigentlich sollte ich um acht Uhr im Büro sein und könnte somit nur noch höchstens eine Stunde schlafen. Ich beschliesse zu schlafen, ohne den Wecker zu stellen. Ich kann es mir doch wohl leisten, für einmal erst gegen Mittag im Büro zu erscheinen. Eine Ausrede ist leicht zu finden und wird gewiss zu keinen weiteren Fragen führen.

 

Donnerstag, 20. Juni 2024

 

Unklare Situation, ich sitze mit Annetta und zwei Arbeitskollegen irgendwo im Freien. Ein Ausflug oder eine Veranstaltung ging soeben zu Ende. Ich bin müde und schlafe kurz. Als ich wieder erwache, ist Annetta gegangen, hat mir aber in einem kleinen blauen Notizheft eine Nachricht hinterlassen. Ich bin verunsichert und befürchte, dass es sich, wie dies bereits schon einmal der Fall gewesen war, um eine grosse leidenschaftliche Anklage handelt. Die Kollegen haben selbstverständlich, korrekt wie sie sind, die Nachricht nicht gelesen und sehen mir nur erstaunt und etwas befremdet zu, als ich das Heft öffne und zu lesen beginne. Ich sehe, dass es keine kurze Nachricht ist, sondern ein Schreiben, dass sich über viele Seiten hinwegzieht. Annetta erscheint wieder, sie hatte nur eine kurze Verpflichtung, etwas mit Amerikanern, die sie hatte begrüssen müssen. Jetzt sitzt sie neben mir. Ich sage, dass ich ihren Brief genau lesen wolle und ihr dann erst antworten könne. Ja, mach das, sagt sie. Sie ergreift ganz unerwartet meine Hand und lässt sie in der meinen ruhen, eine Vertraulichkeit, die ich niemals erwartet oder auch nur erhofft hatte. Was wird wohl der Brief enthalten? Vielleicht nichts Ungünstiges, vielleicht aber auch eine definitive Absage für immer und ewig.

Freitag, 31. Mai 2024

 

Strandbad an einem grossen rasch fliessenden Fluss. Wir (drei Männer) sollten J. hüten, mein Enkelkind, das den ganzen Tag mit uns sein sollte. Sie schläft ein, und wir vergessen sie ganz und gehen schwimmen. Wir werden dabei gegen unseren Willen weit abgetrieben und können nur mit Mühe wieder das Ufer erreichen. Erst jetzt erinnern wir uns an J. und erschrecken. Bis zum Strandbad, das jetzt geschlossen wird, ist eine halbe Stunde Fussweg. Wir können nur hoffen, dass sich das siebenjährige Kind Hilfe erhalten hat und irgendwo abgeliefert worden ist. Und wie wollen wir unsere Unvorsichtigkeit den Eltern erklären, die wir bald treffen sollten? Wir gehen in die Stadt und dort zum Parlamentsgebäude, wo wir uns hätten treffen sollen. Dieses ist voller Menschen, es herrscht grosses Gedränge. Wir gehen im Erdgeschoss und in der ersten Etage in die Büros und hoffen, dass J. dort abgegeben worden ist. Wir finden aber nur ihre Schwester, die zehn Jahre alt ist und ein eigenes Programm hatte. Sie ist gestürzt und zeigt uns eine Wunde am Bein. Ausserdem sagt sie, sie sei von einem Hooligan in den Rücken gestossen worden. Überall Unruhe und Gedränge.

Donnerstag, 23. Mai 2024

Dienstag, 21. Mai 2024

 

Meine Frau und ich haben gute Vorsätze gefasst und wollen einer Familie, bei welcher die Frau vor zwanzig Jahren abrupt entschieden hat, den sehr freundschaftlichen Verkehr mit uns abzubrechen, einen Osterfladen vorbeibringen. Sie sind, wie wir wissen, nicht zuhause. Wir besitzen aber noch einen Schlüssel zu ihrer Wohnung und gehen hinein. Es ist die Wohnung in der Vorortsgemeinde, in der wir lange gelebt haben. Von der Haustüre aus geht es eine Treppe hoch ins Wohngeschoss, dann führt eine weitere Treppe ins Obergeschoss mit den zwei Schlafzimmern. Wir deponieren den Kuchen, halten uns dann aber doch noch eine Weile in der Wohnung auf und bringen einiges in Unordnung, was wir dann wieder an den richtigen Platz stellen müssen. Dann gehen wir wieder zur Haustüre und ziehen auf der Treppe die Schuhe an. Auch das geht langsam, obwohl wir jetzt befürchten müssen, dass die Familie jederzeit heimkehren könnte. Sie kommen auch und sehen uns auf der Treppe. Eine Überraschung, sage ich, freundlich. Sie gehen aber ohne Gruss und ohne uns auch nur anzusehen die Treppe hinauf. Wir gehen hinaus, wobei auch die Tochter, die mittlerweile auch schon vierzig Jahre alt ist, hinauskommt und ein paar Worte mit uns redet, sehr vorsichtig, weil sie es nicht mit der Mutter verderben will. Auf dem kleinen Weg, der zur Strasse hinauf führt, bewegt sich ein sonderbares riesiges Insekt mit vielen spitzigen schwarzen harten Stacheln, die sich ausbreiten. Es ist aber eine Pflanze, die von einem grossen Käfer, der im Innern sitzt, bewegt und ausgespannt wird. Bei einer weiteren, noch grösseren Pflanze, deren Blätter ausgebreitet sind, sehen wir im Innern weitere Käfer, grosse, schwarze, gruselige Tierchen.

Donnerstag, 9. Mai 2024

 

Fremde Stadt, ich bin irgendwo am Warten, mit zwei Unbekannten, einem Mann und einer Frau, die im gleichen Hotel wohnen wie ich. Es herrscht grosse Langeweile. Ich unterhalte deshalb die beiden mit Witzen, die ich ihnen auf einem Laptop zeige. Sie sind makaber und gemein, eigentlich ganz ungeniessbar. Soll ich fortfahren, frage ich. Sie sagen nichts, deuten aber mit den Daumen nach unten. Dann schlafe ich ein. Als ich wieder erwache, ist es 16 Uhr. Noch immer befinden wir uns in einem kargen, ungemütlichen Aufenthaltsraum. Wollen wir einen Rundgang in der Stadt machen oder vielleicht etwas essen? Oder ins Hotel zurück? Es herrscht allgemeine Unschlüssigkeit. Im Hotel die seltsame Bestimmung, man solle, wenn man am anderen Morgen abreise, den Schlüssel spätestens um 2 Uhr am Morgen bei der Reception in einen Korb legen. Es sind grosse, altertümliche Schlüssel.

Dienstag, 30. April 2024

 

Ich verspotte einmal mehr einen Mitarbeiter, der entschieden zu wenig arbeitet und seine Faulheit auch noch zelebriert und geniesst. Jetzt aber wehrt er sich und sagt, er arbeite an einem schwierigen und grossen Auftrag. Es geht um einen Skandal im Veterinäramt, das in der Presse heftig kritisiert worden ist. Die Beamten des Amtes haben nun protestiert und die Kritik zurückgewiesen. Mein Mitarbeiter zeigt mir diesen Brief und auch ein gutes Dutzend Unterschriften der empörten Beamten, alle in der zittrigen Schrift von alten Herren. In der Beilage senden die Beamten auch Beweismaterial, ein ein Stück Fleisch, luftdicht verpackt. Es ist mir unverständlich, warum mein Mitarbeiter diesen Auftrag entgegengenommen hat. Ich staune über seinen verfehlten Eifer und erkläre, dass wir überhaupt nicht zuständig seien für diese Angelegenheit, und hätten doch auch keinerlei Möglichkeiten, dieses Fleisch zu untersuchen. Wir müssten den Auftrag sofort weiterleiten.