Grosse
Parklandschaft, mit See, in dem auch gebadet werden kann. In der Mitte eine
grössere, flache künstliche Insel, auf der offenbar nicht geredet werden darf.
Ich weiss das nicht und redet laut mit einer Begleiterin, die auf der anderen
Seeseite steht. Jetzt erscheint eine Priesterschaft, die uns zur Rechenschaft
ziehen will. Wir haben schwer gegen heiligen Gebote verstossen. Ich sehe, wie
meine Begleiterin gepackt und gefesselt wird. Ich rufe laut nach der Polizei,
obwohl es hier wohl gar keine Polizei gibt. Ich muss fliehen, renne weg und
komme in seltsame Verwaltungsgebäude, in ein Gewirr von Räumen, die zu einer
Bibliothek gehören. Man verfolgt mich, kann mich aber nicht mehr finden. Ich
gelange in ein kleines Zimmer, in welchem Angestellte und Studenten fleissig an
der Arbeit sind. Ich setze mich dort, man lässt mich in Ruhe und wird mich hier
wohl nicht mehr behelligen.
Montag, 21. November 2022
Dienstag, 15. November 2022
Dann
sind wir in einer Wohnung, aus der wir noch heute wegziehen sollten. Wir müssen
sie räumen und dazu noch reinigen. Für den Umzug steht nur unser Auto zur
Verfügung, was niemals genügen wird. Allein für die Bücher müssten wir mehrmals
hin und her fahren. Dann verlieren wir viel Zeit mit einer neuen Bekannten,
einer jungen, neugierigen Schwarzen, die sich als vielleicht etwas zu
zugänglich erweist, wir kommen nämlich schnell in eine verfängliche Situation
und haben sogar Sex. Als wir damit fertig sind, ist die junge Frau etwas
verlegen und sagt, es sei etwas zu früh, sie hätte es lieber nicht so schnell
schon soweit kommen lassen. Jetzt ist es aber passiert und weiter keine
Katastrophe. Dann wollen wir mit dem Umzug beginnen, meine Frau erscheint aber
jetzt und will noch einen Ausflug machen, meine Sorgen wegen der Räumung der
Wohnung teilt sie nicht.
Montag, 7. November 2022
Einmal
sind wir mit dem Auto unterwegs und werden ständig frech überholt, und zwar,
wie es uns scheint, mit unerlaubt grosser Geschwindigkeit. Wir sind doch in
einer Stadt, und die Geschwindigkeit ist bestimmt begrenzt, auf 60 oder 50,
sagen wir zu unserer Gattin, die uns begleitet. Sie sagt, ich müsse eben sehen,
wie schnell ich fahren würde, ich würde viel zu langsam fahren, mit 40. Ich
kann das kaum glauben, denn ich habe den Eindruck, schnell zu fahren.
Samstag, 5. November 2022
Eine
Tagung, ein Seminar in einem Hotel. Ich habe mich zurückgezogen in mein Zimmer
ganz oben unter dem Dach. Es hat Auseinandersetzungen gegeben, die Stimmung war
schlecht. Jetzt erscheint eine grosse schlanke Frau und wirft sich auf mein
Bett. Sie ist nicht unschön, aber nicht mehr ganz jung, hochrot, erregt, sagt
aber kein Wort. Was ist los? Die Türe zum Zimmer steht halb offen, ich höre,
wie jemand die Treppe hinauf kommt. Ich stehe auf, schliesse die Türe und sage,
dass er ja anklopfen könne, wenn er etwas von uns will. Ich ergreife die Hand
der Besuchherin und will sie trösten. Wie kommt es, dass wir, nach wenigen
Stunden des Beisammenseins, derartige Probleme haben und die Emotionen so
hochgehen?
Mittwoch, 2. November 2022
Ein
Familienabend findet statt, in einem Saal mit Bühne und lustigen Produktionen.
Vorher aber sind wir noch unterwegs, auf einem Ausflug mit drei Kindern. Auf einem Turm, auf den
geländerlose Wege führen, stürzen zwei der Kinder in die Tiefe. Wir hätten
diesen Unfall vermeiden können und machen uns grosse Vorwürfe. Das dritte Kind,
ein Knabe, gehorcht uns nicht und ist so übermütig, dass es ebenfalls abstürzt.
Wie wollen wir das nun den Eltern mitteilen, die ihre Kinder erwarten und mit
ihnen den Unterhaltungsabend besuchen wollen. Wir kommen zunächst noch in
labyrithische alte Gebäude, in denen Arbeitskollegen von uns, unter ihnen auch
mein Vorgesetzter sonderbaren undefinierbaren Arbeiten nachgehen. Wir grüssen
sie und gehen weiter, ohne ihnen von den schrecklichen Unfällen zu berichten.
Wohin aber müssen wir eigentlich gehen? Wir kennen uns in dieser Stadt, in der
wir doch aufgewachsen sind, nicht mehr aus. Der Saal soll sich irgendwo auf dem
Weg vom Bahnhof nach Töss befinden. Wir ziehen nun einfach einmal los, aufs
Geratewohl, wobei es zu regnen beginnt wir bald völlig durchnässt sein werden,
wenn wir den Saal nicht bald finden. Wird man den Abend absagen, wenn die Leute
erfahren, dass drei Kinder gestorben sind?
Montag, 31. Oktober 2022
Ich
will einen Kurs besuchen, eine Analyse der eigenen Person. Seltsame
Gesellschaft, alles etwas Gestörte, so scheint es, nicht über allen Zweifel
erhaben auch die drei Kursleiter. Es sind insgesamt etwa 12 Personen, die den
Kurs besuchen und zu Beginn das Kursgeld von 70 Franken bezahlen. Älteres
Schulgebäude, Holzbau, drei Tage soll der Kurs dauern. Zu Beginn sagt der
Hauptkursleiter, ein älterer Philosophentyp, wer keine psychoanalytische
Ausbildung habe, solle bitte den Kurs verlassen. Ich bin unsicher. Soll ich
sagen, ich hätte eine solche Ausbildung? Und wenn sie mich fragen, wo und wann,
sagen, ich hätte während meines Studiums, also vor fast 50 Jahren, Vorlesungen
bei Rothschild gehört? Würde das genügen? Was ist überhaupt eine
psychoanalytische Ausbildung? Und warum ist sie für diesen Kurs nötig? Es ist
offenbar ein strenger Kurs, denn jetzt kommen Teilnehmer vorbei, die soeben
einen dreitägigen Kurs absolviert haben. Sie sehen ganz zerstört aus, stehen
alle schweigend herum. Ich zweifle jetzt am Nutzen des Kursbesuches und will
mich abmelden. Die Kursleiter sitzen alle an einem Tisch und verspeisen einen
Imbiss. Ich will fragen, ob ich das Kursgeld oder einen Teil davon zurückerhalten
könnte. Muss aber zuerst noch auf die Toilette, eine kleine, versteckte,
schlechte Toilette, auf der schon ein Kind sitzt und nicht weg will. Alles in
allem also ein misslungenener Versuch, zu einem besseren Verständnis des
eigenen Ichs zu kommen. Da werde ich doch besser, denke ich, wieder katholisch
und gehe auf eine mehrtägige Wallfahrt, ein solches Angebot gäbe es nämlich
auch. Ich erwache und überlege, ob es in diesem alten Haus noch eine andere,
freie Toilette geben könnte, vielleicht in einem oberen Stockwerk. Da fällt mir
ein, dass ich ja in meiner Wohnung bin und dort die zwei Toiletten sicher frei
sind. Ich stehe auf und mache ein Bisi.
Freitag, 28. Oktober 2022
Dann
komme ich in ein mehrstöckiges, neues Bürogebäude irgendwo im Ausland, es
könnte in Brüssel sein. Ich möchte einen guten Kollegen besuchen, der hier im
vierten Stockwerk arbeitet. Im Eingangsbereich, vor dem Lift, stehen vier junge
Frauen, eine wird dabei von den anderen heftig beschimpft. Geht’s noch? sage ich,
recht energisch, worauf es still wird. Die Frauen sind aber jetzt beleidigt und
wenden sich mir zu. Ich bin froh, dass der Lift kommt und ich mich entfernen
kann. Im vierten Stock möchte ich möglichst schnell zu meinem Kollegen, sehe
aber, dass es weite Korridore mit sehr vielen Büros hat. Da ich seine
Büronummer vergessen habe, will ich bei einem Concierge fragen, der etwas
abseits in einer vornehmen Loge sitzt. Er gehört aber nicht zum Hausdienst,
sondern zu einer Anwaltskanzlei oder Unternehmensberatung, die hier ihre Büros
hat. Er ist ungehalten und kann mir keine Auskunft geben. Ich bin beunruhigt
und fürchte mich vor einer Reaktion der vier Frauen. Etwas später sehe ich sie
tatsächlich, sie kommen sehr aggressiv auf mich zu. Ich erwarte eine Ohrfeige.
Eine blonde Schönheit fragt, was mir denn eingefallen sei, wieso ich mich so
schlecht benommen hätte. Ich sage, dass ich nur habe Frieden stiften wollen.
Wieso denn? Warum? rufen sie und werden plötzlich freundlicher. Sie lächeln und
nähern sich nun lächelnd, jetzt scheint sich sogar ein gutes Verhältnis
anzubahnen.
