Samstag, 19. Oktober 2024

 

Es ist wenige Minuten vor 17 Uhr. Ich stehe vor einem grossen Verwaltungskomplex auf einem breiten Trottoir. Ich habe meine Arbeit beendet, ein Kollege aber tritt sie erst an, in einer Abendschicht. Ich sehe ihn, wie er zum Eingangsportal rennt. Er muss sich beeilen, denn es droht ihm eine Busse, wenn er zuspät kommt. Es wird knapp. Ich schaue auf meine Uhr. Er hat Glück, er erreicht den Eingang fünf Sekunden vor 17 Uhr. In meiner Nähe steht auch ganz allein Frau von der Leyen, die den Vorgang mitverfolgt hat, aber die Gehetzheit nicht versteht. Ich erkläre ihr, dass mein Kollege beim Zuspätkommen eine Busse von 100 Franken hätte bezahlen müssen. Solche Strafen seien nötig, denn sonst verlottere ja alles. Mutig geworden, füge ich hinzu, dass sie doch solche Bussen auch in der EU einführen könnte. Dann gehe ich weg, stolz und in bester Laune, denn jetzt habe ich doch eine überaus interessante Geschichte zu erzählen. Ich komme in ein anderes, weitläufiges Verwaltungsgebäude und sollte auf die Toilette. Ich finde eine, die durch eine Doppeltüre zugänglich ist. Sie hat mehrere grosse Räume mit Pissoirs, aber in einem Nebenraum nur wenige Kabinen. Ich suche eine solche auf, sie ist klein und eng, die Klosetts sind neu, hellgrün, aber sehr unbequem. Die Brille ist breit und lässt sich nur schwer hochklappen. Ich möchte im Stehen pissen und kann nur mit Mühe verhindern, dass sie nicht wieder hinunterfällt.

 

Mittwoch, 16. Oktober 2024

Donnerstag, 10. Oktober 2024

 

Mit Novella im Gebirge, eine Wanderung. Wir kommen an den Rand einer tiefen Schlucht. Unser Weg führt über die Schlucht, wobei eine schmale Lücke zwischen den Felsen zu überspringen ist. Das ist ungefährlich, links und rechts geht es aber gut hundert Meter in die Tiefe. Wir unterhalten uns über Sprünge in den Abgrund. Man könnte hier Selbstmord begehen oder auch nur im Wahn in den Tod springen. Uns schaudert. Ich ergreife ihre Hand, sie überlässt sie mir, hilfsbereit wie sie immer ist. Ich ziehe sie näher zu mir. «Lass mich!» sagt sie sehr bestimmt. Wir kommen weiter, in labyrintische Felsformationen und schliesslich in grössere Gebäude, dort in einen grossen Saal, wo wie in einer Notunterkunft viele Kleidungsstücke und Koffer auf dem Boden verteilt sind. Menschen sind nicht zu sehen, dann aber erscheint eine Frau. In welcher Sprache könnten wir sie ansprechen? Vielleicht auf Französisch? Wir sind ja in Griechenland, wo man, wie wir vermuten, Französisch versteht.

Samstag, 5. Oktober 2024

 

In den Voralpen bin ich in den Skiferien. Bis vor kurzem war ich viel auf den Pisten. Es hatte es viel Schnee, jetzt aber ist er weg, nur noch Wiesen und nasse Erde sind zu sehen. Trotzdem bin ich auf den Ski und gleite über die Wiesen hinunter, was sehr dumm ausssieht. Wanderer sind unterwegs, die mir nun, an einer Einzäunung, die Viehweiden abgrenzt, raten, die sehr schmutzig gewordenen Ski auf die Schulter zu nehmen und zu Fuss weiter hinunter zu gehen. Die Skipiste ist abgesperrt und würde so steil hinunterführen, dass man sie nicht begehen kann. Aber links von mir ist ein Weg zu sehen. Ich frage, wohin dieser führt. Nach Zürich, antwortet mir ein Wanderer und fügt lachend hinzu «nicht bis nach Winterthur». Ich sei doch ein Winterthurer, meint er, das höre man am Dialekt. Er sei ja auch aus Winterthur, habe aber dreissig Jahre in Afrika gelebt und wohne jetzt in Lausanne. Dann beschreibt er mir die unvergleichliche Schönheit der Afrikanerinnen. Jeder Körperteil sei schöner und viel kräftiger und voluminöser geformt als es hierzulande der Fall sei.

Dienstag, 1. Oktober 2024

 

Ich bin Marathonläufer. Ich nehme aber nicht an dem in eineinhalb Stunden startenden Lauf teil, sondern renne, ausser Konkurrenz, die Strecke ab. Das gelingt mir sehr gut, ich laufe schnell und ermüde nicht. Die Strecke ist ausgeflaggt, und von Zeit zu Zeit sind bereits auch schon Posten besetzt. Ich springe über ein weites Gelände, in der die sehr zahlreichen Läufer eine breite Bahn vorfinden werden, gerate dann aber auch durch ein Dorf, in dem es Treppenstufen und verwinkelte, enge Passagen gibt, in der kaum zwei Menschen nebeneinander gehen können. Hier wird es unweigerlich zu grossen Staus kommen. Eine Haustüre öffnet sich, eine ältere Anwohnerin erscheint und grüsst mich. Ich sage ihr, dass hier demnächst wohl tausend Läufer vorbeirennen würden. Sie ist sehr erstaunt und weiss von nichts.

 

Donnerstag, 26. September 2024

 

Unwirtliche Gegend, kaum bewohnt, Nacht. Ich stehe mit drei Personen am Rande einer mehrspurigen Autostrasse, auf der nur noch wenig Verkehr herrscht. Die Personen, die ich kaum kenne, wollen mit mir zu meinem Auto zurückkehren, das in einer in etwa zehn Kilometer entfernten Garage steht. Busse fahren um diese Tageszeit keine mehr, aber vielleicht gelingt es uns, eines der wenigen vorbeifahrendes Taxis zu stoppen. Zu unserer Überraschung ist dies gleich möglich. Das Taxi hält, es ist ein Sammeltaxi, das gerade noch vier Plätze frei hat. Der Fahrer sagt, die Fahrt koste für jede Person 250 Franken und will sofort aus einem Automaten entsprechende Tickets ausdrucken. Diesen Preis wollen wir nicht bezahlen und wenden ein, dass wir ja nur die kurze Strecke bis zur Garage fahren wollen. Widerwillig erklärt sich der Fahrer bereit, uns ausnahmsweise für je zwanzig Franken mitzunehmen. Wir fahren los, allerdings ergibt sich jetzt das Problem, dass wir dem Fahrer nicht genau sagen können, wo die Garage zu finden ist. Was wir wissen, ist, dass gleich neben der Garage noch eine Kirche steht. Wir hoffen, dass der Fahrer trotz der schnellen Fahrt und der grossen Dunkelheit diesen Ort finden kann.

Freitag, 20. September 2024

 

Ich bin vor einem grossen Gebäude, einem Schulhaus, aber auch einem Tanzlokal. Ich werde bedrängt und geplagt von einer widerlichen Gestalt, einem bösartigen, kräftigen Mann, den ich irgendwie unbeabsichtigt gereizt hatte. Er könnte mich schlagen, zieht es aber vor, mich anderweitig zu quälen. Er will, dass ich lächerliche Fetisch-Artikel anziehe, zuerst einen ledernen Schutz für den Unterarm, dann eine schwarze grosse Jacke. Diese verschwindet aber, weil wir kurz abgelenkt worden sind. Vorübergehende Jugendliche haben sie wohl gestohlen und sind mit ihr im Tanzlokal verschwunden. Wir gehen zur Eingangstüre, mein Quälgeist geht hinein und sucht die Jacke. Er findet sie nicht, nimmt aber zur Kompensation eine andere Jacke mit, eine schöne, aus Leopardenfell und gewiss recht teuer. Er gibt sie mir, ich muss sie in meinem weiten Mantel verstecken. Dann eilen wir weg, ich bin eigentlich unschuldig, aber trotzdem verängstigt. Ich mache mich doch jetzt auch strafbar. Sind wir beobachtet worden? Werden wir verfolgt und als Diebe festgenommen und bestraft?