Mittwoch, 11. Mai 2022

 

Ich fahre in einem Bus der städtischen Verkehrsbetriebe. Ich will zum Flughafen Basel, um nach Frankfurt zu einem Dylan-Konzert zu fliegen. Auch andere Fahrgäste reden darüber und wollen dies auch tun. Unter anderem ist auch eine alte Liebe im Bus, mit einem kleinen jungen Freund. Sie verlässt ihn sofort, als sie mich sieht und nähert sich mir in der alten, sehr vertraulichen Weise. Ihr Freund zieht sich diskret und ohne zu grollen zurück. Jetzt wird der Weg zum Flughafen besprochen, auch mit anderen Fahrgästen. Es ist nicht der normale Basler Airport, sondern ein kleinerer lokaler Flugplatz. Man kann ihn, zu Fuss erreichen, vom grossen Airport her, was aber etwa eine halbe Srunde dauert. Es gibt aber auch eine Buslinie, die direkt zu ihm hinführt, die seltener befahren wird. Am Bahnhofplatz – es ist der Bahnhofplatz Winterthur - müssen wir uns entscheiden, Zeit dafür haben wir genug, der Abflug findet erst in drei Stunden statt. Ich bin aber mit meiner alten Freundin in einem so vertraulichen Gespräch begriffen, dass wir nicht bemerken, dass wir am Bahnhof angekommen sind und alle aussteigen, die nach Frankfurt fliegen wollen. Mit einigem Schrecken bemerken wir, dass wir nun mit der gleichen Buslinie in Richtung Töss fahren. Jetzt müssen wir bei der nächsten Haltestelle, die lange nicht kommt, aussteigen und zurückfahren, womit nun wirklich eine bedenkliche Verspätung eintreten wird. Wenn es keine Busverbindung mehr gibt, die uns rechtzeitig zum Flugplatz führt, gibt es keine andere Lösung, als mit einem Taxi zu fahren. Das ist zwar teuer, aber für mich kein Problem. Es gibt also keinen Grund, sich übermässig aufzuregen.

Samstag, 7. Mai 2022

Wir nehmen, zusammen mit vielen anderen Absolventen eines Studienangebotes, an einer grösseren Prüfung teil, auf die wir in keiner Weise vorbereitet sind. Verschiedenste komplizierte Aufgaben sind unter grossem Zeitdruck zu lösen. Für diejenigen Kandidaten, denen die Fragen zu anspruchsvoll sind, wird eine Alternative angeboten. Sie können sich vor sogenannte Joker-Fragen entscheiden, die an separaten Tischen von Kindern mit Hilfe eines Automaten gestellt werden. Das Gerät ist aber schwer zu bedienen, das Kind, zu dem wir gegangen sind, weiss die Schutzdecke nicht richtig zu legen, so dass die Fragen gar nicht sichtbar sind. Die Antwortzeit von fünf Sekunden läuft jeweils ab, ohne dass wir die Frage auch nur haben sehen können. Am Ende klappt es dann doch, ein Satz erscheint, den wir zu vervollständigen haben, ein Satz aus einem Film: "Der Tod ist der letzte …". Wir entscheiden uns für die Antwort „Ausweg“ und liegen damit richtig. Das Kind tritt zu einer Wandtafel und schreibt uns dort mit Kreide 17 Punkte gut. Das ist vermutlich nicht viel und steht wohl in keiner Beziehung zu den Punktzahlen, die man bei der Beantwortung der richtigen Prüfungsfragen erzielen kann. Jetzt verlieren wir noch viel Zeit, weil uns der Automat den Film zeigt, in dem der Satz vorkommt. Ein Paar muss eine Brücke überqueren, die unter Beschuss steht, die beiden suchen Schutz hinter Pfeilern und umarmen sich ein letztes Mal, bevor eine längere Strecke im offenen Schussfeld zu durchlaufen ist. Es könnte der Film "Wem die Stunde schlägt" sein.

Samstag, 30. April 2022

 

Mops, ein Pfadikamerad, immer grosszügig, hat mir sein Auto ausgeliehen, damit ich armer autoloser junger Mann auch mal fahren kann. Das Auto besitzt einen Radio, eingebaut in die Stossstange, das man von innen und von aussen bedienen kann. Es steht auf einem grösseren Parkplatz. Als ich zu ihm komme, steht es mit dem Heck gegen das neben ihm parkierte Auto. Unklar ist, wer hier einen Fehler gemacht hat. Habe ich es so parkiert und bin rückwärts gefahren? Es ist leider Schaden entstanden. Die aufklappbare Hecktüre des Autos ist beschädigt worden, das Fensterglas hat Sprünge bekommen und muss wohl auf meine Kosten ersetzt werden. Es ist kein besonders teurer Wagen, ein VW, und ich beschliesse, eine VW-Vertretung aufzusuchen. Ob sie an einem Samstagmorgen geöffnet ist? Als ich einsteigen will, drängen sich drei Männer hinzu, mit einem Verletzten, der offenbar am Bein operiert worden ist und jetzt unbedingt nach Hause gefahren werden sollte. Der Verletzte steigt kommentarlos vorne rechts ein, die drei jungen Männer setzen sich hinten in das kleine Mittelklassauto, das damit beinahe überladen wird. Es sind Spanier. Ich fahre langsam, komme auf einen Feldweg, auf dem vor uns ein Bub mit einem Hund geht. Ich kann ihm nicht ausweichen, weil ich sonst auf eine nasse Wiese geraten würde, was bei dem schwer beladenen Auto nicht gut enden könnte. Wir kommen zu einem Dorf, wo viel Betrieb herrscht. Ein Fest ist im Gange, eine Musik spielt, es wird getanzt. Die Begleiter steigen aus, tanzen eine Runde, amüsieren sich so sehr, dass sie gar nicht mehr weiterfahren möchten. Auch der Operierte will bleiben und einfach nur zuschauen. Ich warte, notgedrungen, und sollte doch zur VW-Garage fahren.

Mittwoch, 27. April 2022

 

Altpfadfinder, Zusammenkunft im Freien, es sind höhere Führer da, die ich bisher nicht gekannt habe. Ich werde befragt und sogar auch angefeindet, man ist nicht mit mir zufrieden, weil ich erst so spät beigetreten bin. Warum denn eigentlich noch beigetreten? Ich will weg, was aber auch nicht geht, einer kommt mit mir zu einer nahen Bahnstation, dort aber fahren keine Züge, wir sitzen dort herum, auch andere erscheinen wieder.

Freitag, 8. April 2022

 

Ein Abflug steht bevor, unsere Schulklassen verreist, fliegt in die USA. Ich und ein Kamerad haben uns verspätet und sollten sofort aufbrechen, zum einem Regionalflugplatz, der mit dem öffentlichen Verkehr nur schwer zu erreichen ist. Zu Fuss wären es zehn Kilometer, das ist nicht zu schaffen, zumal auf den kleinen Strassen zum Flugplatz noch ein Marathon-Laufwettbewerb stattfindet. Es ist schon 14.30 Uhr, das Boarding ist sicher schon im Gange, denn der Abflug sollte um 15.00 stattfinden. Wir fragen den Vater, ob er uns zum Flugplatz fahren könnte, mit seinem Opel Kadett. Das ist möglich, wird aber auch seine Zeit brauchen. Wir beeilen uns und haben die freilich nur schwache Hoffnung, dass sich der Abflug verspätet.

 

Und wieder Militär, wieder geht es um ein Abtreten. Ich bin an einem Kurs und wir ordnen und reinigen wie üblich allerlei Utensilien, die wir wieder dem Zeughaus abgeben müssen. Es ist Freitag, der Tag vor dem Abtreten. Wir haben viel Zeit für diese Arbeiten und könnten eigentlich schnell damit fertig werden und schon heute entlassen werden. Morgen, am Samstag, werden wir einfach nur noch einige Stunden unbeschäftigt auf das Abtreten warten müssen. Ein Führer in einer sehr gepflegten Pfadiuniform, mit verschiedenen Abzeichen und mehreren zweifarbigen Pfeifenschnüren, übergibt mit einige Holzstangen, die ich für die Abgabe reinigen soll. Am Samstagmorgen solle ich sie ihm wieder zurückgeben. Ich bin froh über diesen Auftrag, der leicht zu erfüllen ist und mit dem ich mich nun stundenlang beschäftige, um nicht für andere, unangenehmere Arbeiten in Anspruch genommen zu werden. Am Samstag suche ich diesen Führer, habe aber dummerweise sowohl seinen Namen wie sein Aussehen vergessen. Er hatte einen seltsamen Pfadinamen. Ich frage Kameraden, ob sie diesen Herrn, der sowohl Offizier wie Pfadi ist, kennen würden. Ja, sagen sie, er heisse «Pinder». Auf dem weiten Vorplatz suche ich nun unter den vielen geschäftig herumeilenden Soldaten diesen Herrn. Ich wage es, einen Offizier, der unbeschäftigt herumsteht, nach Pinder zu fragen. Er lächelt und sagt sehr freundlich, er sei ja Pinder. Dann zeigt er mir den Ort, wo ich die Stangen deponieren kann.

Donnerstag, 7. April 2022