Wir hören, dass ein Tourist das Allalinhorn, den höchsten Berg der Schweiz, in Turnschuhen bestiegen und sich dabei schwer verletzt hatte. Wir sind selber dort oben und sehen den Unvorsichtigen auf einem Schlitten liegen. Wegen dem sehr schlechten, stürmischen Wetter sitzen wir mit vielen anderen Bergsteigern in einer grossen Bergstation fest, die auch Hotel und Kulturzentrum ist. Es ist nicht zu sehen, wie die Menschen hier hinaufgelangt sind, vermutlich doch mit einer Bahn, deren Schienen aber jetzt unter den Schneemassen begraben sind. Wir werden zuerst in einem grossen Schlafsaal untergebracht, finden hier bequeme Betten und viel Platz. Es erscheinen aber Frauen, die erklären, dieser Raum sei für Frauen bestimmt, wir müssten wieder hinaus. Wir ziehen weg und kommen in einen grossen Saal, in welchem seltsame Tänze stattfinden. Die Menschen tanzen, in einer Art therapeutischen Übung, einzeln oder in Gruppen irgendwelche indischen oder chinesischen Tänze. Manche tragen zu viert oder sechst Baldachine, die mit Bändern und Glitzerpapier geschmückt sind, und tanzen mit diesen Baldachinen durch den Saal. Man führt uns in ein riesiges Büro, in welchem der künstlerische Leiter des Zentrums residiert, um ihn an den Wänden und im Raum überall Kunstwerke. Eines fällt uns ganz besonders auf, ein Würfel, mit einer Seitenlänge von vielleicht zwei Metern, der aus beweglichen, komplett ineinander verkeilten Menschenleibern besteht. Die farblosen Leiber bewegen sich ständig und bilden immer neue Formen, Vereinigungen, Umschlingungen, die wir, wenn wir mit den Armen vor dem Kunstwerk fuchteln, auch selber beeinflussen können. Der Leiter demonstriert uns auch, wie man in dieser Enge einen Penis wachsen lassen kann, und wie dieser Penis dann im allgemeinen Gedränge der Leiber von einem Mund aufgenommen wird.
Dienstag, 10. März 2026
Freitag, 27. Februar 2026
Ich habe mein Handy verloren, was mich in eine
dumme, unangenehme Lage bringt. Ich sollte nämlich zu meinen Eltern fahren, mit
dem Auto, was gegen zwei Stunden dauern wird. Es ist schon 22.30 Uhr. Ich
sollte sie daher benachrichtigen, dass ich spät bei ihnen ankommen werde. Jetzt
kann ich sie nicht mehr erreichen, da ich auch ihre Nummer nicht auswendig
weiss. So würde mir es auch nichts nützen, wenn ich jetzt meine Kollegen, die
nach Schluss eines Anlasses ebenfalls am Aufbrechen sind, bitten würde, ihr Handy zu benützen. Ich
versuche zu rekonstruieren, wo ich meines wohl liegen gelassen oder
verloren habe. Wann habe ich es zuletzt benützt? In der Migros, oder in einem
Restaurant? Wird man es finden und aufbewahren? Ich erwache, mache Licht und
bin sehr erleichtert, zu sehen, dass mein Handy auf dem Tisch in meinem Zimmer liegt.
Sonntag, 22. Februar 2026
Eigentlich
bin ich kein Protokollführer und auch nicht für die Protokollfürung in den
Kommissionen zuständig. Ich bin aber, mit einem Kollegen, unterwegs zu einem
Sitzungszimmer, in welchem eine zweitägige Sitzung protokolliert werden sollte,
für die aber, wie wir gehört haben, keine Protokollführer eingesetzt worden
sind. Wir kommen in einem der oberen Stockwerke des Regierungsgebäudes zum
Sitzungszimmer. Es ist gerade Pause, und wir wollen uns beim Präsidenten
Hoffmann melden und ihn fragen, ob wir helfen könnten. Wir kennen die
Anwesenden nicht und fragen daher einen der vielen herumstehenden Herren nach
dem Herrn Hoffmann und zeigen diesem auch eine Photo des Gesuchten. Er lächelt
und sagt, er sei ja der Herr Hoffmann. Er gibt uns den Zutritt zum
Sitzungszimmer, wo wir sehen, dass doch zwei Protokollführer am gewohnten Platz
mit zwei Tonbandgeräten an der Arbeit sind. Die beiden sagen, sie seien für
zwei Tage eingesetzt worden. Wir offerieren ihnen, den zweiten Tag zu
übernehmen, und weisen darauf hin, dass so das gewiss rasch benötigte Protokoll
schneller entstehen kann. Sie nehmen das Angebot an. Später befinde ich mich an
der Arbeit und protokolliere längere juristische Auseinandersetzungen. Bei
einer Gesetzesbestimmung hat die Kommission der Verwaltung den Auftrag gegeben,
einen neuen Vorschlag auszuarbeiten und dabei die verlangt, dass der Text mit
«gekauft hat» endet. Jetzt liegt ein neuer Entwurf vor, der aber eine Gruppe,
die nur «die Zwölf» genannt wird, noch immer nicht befriedigt. Alle diese Diskussionen
müssen selbstverständlich sorgfältig und genau festgehalten werden.
Mittwoch, 18. Februar 2026
Mittwoch, 11. Februar 2026
Ich
besuche eine grosse Zweitwohnung, die meiner Tochter gehört. Sie ist mit dem
Bundeshaus verbunden und liegt im Erdgeschoss an der Aare. Sie besitzt viele
Räume, die grossen Fenster können automatisch mit Storen geschlossen werden.
Ich schiebe die Fenstertüren auf, eine schwarze Katze kommt herein, was bei
unseren zwei Katzen zu beträchtlicher Aufregung führt. Jetzt ist plötzlich auch
noch ein grosser Hase da, der wie ein Stoffhase ruhig mitten in der Wohnung
sitzt. Im Treppenhaus sehen wir eine sehr schöne Frau, die aber psychische
Probleme zu haben scheint und telefonisch um Hilfe ruft. Ich kann nicht helfen,
zumal ich nicht alleine bin. Der Abwart des Baus erscheint und bestaunt die
schöne Wohnung. Wir müssen wieder gehen, schliessen alle Fenster und Türen und
fahren alle Storen hinunter, was recht kompliziert ist. Der Weg zum Ausgang
führt durch einen langen Korridor, der mit Marmor, anderem Gestein und vergoldeten
Spiegeln ausgekleidet ist, vorbei an Arbeitern, die auf Bänken sitzen und
offenbar gerade eine Pause haben.
Sonntag, 8. Februar 2026
An
der Universität findet eine öffentliche Veranstaltung statt über das Thema
«Wokeness». Ich möchte sie auch besuchen, möglichst unauffällig, weil ich nur
mit einem weissen T-Shirt bekleidet bin und den Unterleib nur mit einem Badtuch
bedecken kann. Es zeigt sich, dass ich der einzige Besucher bin. Die zwei
Wissenschafterinnen, die die Veranstaltung organisiert haben, möchten sie
trotzdem durchführen und laden mich ein, mich mit ihnen an einen Tisch zu
setzen. Ich entschuldige mich für meine Kleidung, die aber nicht weiter zu
stören scheint. Die beiden jungen Frauen möchten, dass ich spreche und Fragen
formuliere. Ich bin aber überfordert und gehemmt und äussere mich sehr ungeschickt,
sage etwas von einem Genderstern und vom erforderlichen Schutz von
Minderheiten.
Freitag, 30. Januar 2026
Dann
ein Alptraum, der mich erschreckt, weil ich selten solche Träume habe. Es gibt
auf einem grossen Platz Schlägereien und heftige Auseinandersetzungen. Ich
schaue nur zu, greife aber später ein, als ein älterer Herr, ein Professor,
verfolgt und angegriffen wird. Ich rennen hinterher, kann aber nicht helfen,
sondern werde selber angegriffen. Es gelingt mir, eine üble Erscheinung
festzuhalten, einen kleinen Kerl, die einen schweren Stock als Waffe benutzt
hat. Dieser liegt nun am Boden, und ich stehe mit beiden Beinen auf ihm. Was
machst Du, frage ich, wenn ich dich jetzt loslasse? Dich umbringen, schreit der
Bösewicht. Ich sehe mich nach Hilfe um, eine solche ist aber nicht in Sicht, im
Gegenteil. Ein kräftiger Komplize erscheint jetzt, der mich wegstösst und
meinen Gefangenen befreit. Ich muss jetzt auf alles gefasst sein.
Mittwoch, 28. Januar 2026
Sonntag, 25. Januar 2026
Ich
fahre mit der Familie nach Wien. Der Zug hält schon bald bei einem kleinen
Bahnhof. Es wird grössere Verspätungen geben. Ich steige daher aus, was
allerdings unvorsichtig war, denn jetzt fährt der Zug langam weiter. Ich laufe
ihm nach, hinein in ein Tunnel, wo es neben dem Geleise einen schmalen Weg für
die Arbeiter gibt. Der Zug wird schneller, ich kann ihn nicht mehr erreichen.
Am Tunnelausgang stosse ich auf ein Drehkreuz und auf Arbeiter, die sich über
mich wundern. Ja, der Zug ist weg, Sie erreichen ihn nicht mehr! Wie komme ich
jetzt nach Wien? Sollte ich vielleicht ein Auto mieten? Die Arbeiter haben
Humor, lachen, machen einen Wiener Witz. Als jemand von einem
sechsundachtzigsten Tag spricht, fragt ein Österreicher, ob denn der laufende
Monat sechsundachtzig Tage habe.
Freitag, 23. Januar 2026
Haus
am Meer. Ich bin höherer Chef geworden in einer Firma, die ich noch nicht genau
kenne. Ich stehe im obersten Geschoss des Hauses, auf einer schmalen Terrasse,
die etwa dreissig Meter ins Meer hinaus gebaut worden ist. Sie hat steinerne
Brüstungen, ist aber ganz vorne ohne Geländer. Ich sehe nicht, dass es dort
keine Abschrankung gibt und gehe rückwärts auf sie zu. Im letzten Moment kann
ich einen Sturz in die Tiefe vermeiden. Das Gebäude ist hoch, hat etwa sieben
Stockwerke, und ein Sturz auf den harten Sandstrand wäre mit Sicherheit tödlich
gewesen. Unten stehen Bekannte, unter ihnen auch meine Frau, die meinen Sturz
gesehen hätten. Was für ein dummer, ungeschickter Mensch ich doch bin, und was
für ein dummer Tod das gewesen wäre. Ich gehe jetzt erleichtert zurück zum
Gebäude, das ich noch nicht genau kenne. Sicher gibt es hier einen Lift, mit
dem ich ins Erdgeschoss fahren kann. Ich habe vor, alle Mitarbeitenden in ihren
Büros zu besuchen und mich ihnen vorzustellen.
Dienstag, 20. Januar 2026
Wieder einmal ein Aufräumen, Einpacken und
Abtreten. Ich bin mit anderen Soldaten, die mir aber auch von der Arbeitswelt
bekannt sind, in einem grossen Schulhaus am Packen. In wenigen Stunden werden
wir nach einem Abtreten entlassen. Ich habe neben meinen Effekten vom
Militärdienst noch viele Bücher und Büroakten, die sich in Kästen befinden und
die ich auch mitnehmen muss. Ich habe zusätzlich noch zwei alte Adidas-Taschen,
die ich füllen kann. Aber nicht alles wird Platz finden. Ich werde einen Teil
draussen im Freien irgendwo hinlegen müssen, in der Hoffnung, dass es niemand
wegnimmt. Ich muss nämlich nach dem Abtreten auch noch mein Auto holen, das
sich dummerweise in Stammheim befindet und schwer zu erreichen ist. Wir
befinden uns an einem Ort in der Ostschweiz, der aber an einer anderen
Bahnlinie liegt. Ich frage deshalb Kameraden, ob vielleicht jemand nach dem
Abtreten über Stammheim nach Hause fährt. Niemand meldet sich. In einem
Kellerraum befinden sich noch Spirituosen, verschiedene Flaschen, auch ein
alter teurer Cognac. Was soll damit geschehen, frage ich. Stehenlassen, sagt
man mir. Keiner kümmert sich um diesen Posten.
Montag, 12. Januar 2026
Sonntag, 11. Januar 2026
Ein Erdbeben, verbunden mit einem gewaltigen Erdrutsch.
Mindestens vierhundert Personen werden verschüttet von Erde und Gestein. Nach
einer Woche wird die Suche nach Überlebenden eingestellt. Wir fahren in einem
Schulbus an der Unglücksstätte vorbei und steigen aus, weil wir noch zu früh
sind und auch mit dem nächsten Bus, der in zehn Minuten kommt, noch rechtzeitig
zur Schule kommen. Wir gehen jetzt über das Trümmerfeld und wollen auf
Klopfzeichen achten.
Samstag, 10. Januar 2026
Ein Ungeheuer ist unter uns, ein sehr
kräftiges, bewegliches, dickes Wesen, halb Tier, halb Mensch. Ich bezeichne es,
ungeschickterweise, als «voluminös». Es ist schwer beleidigt und stürzt sich
auf mich. Sein schwarzer, gruseliger Insektenkopf schwebt über mir, und seine
komplizierten Kauwerkzeuge beginnen zu arbeiten.



