Ich werde geplagt und verspottet auf einer
Eisbahn. Alle Kameraden sehen, dass ich am schlechtesten von allen fahren kann,
und nützen das aus, um mich, ein kluger und von den Lehrern manchmal gelobter Schüler,
herunterzumachen.
PART OF THE “QUID AUTEM ISTA LOQUOR” PROJECT
Ich bin mit einem nicht identifizierbaren
Bekannten unterwegs, mit einem alten Peugeot fahren wir in starkem Verkehr nach
München in die Innenstadt. Wieder mal funktioniert die Bremse nicht! Warum habe
ich sie nie kontrollieren lassen? Es kommt beinahe zu einer Kollision, die
Berührung mit einem anderen Auto verursacht einen lauten Knall. Das Auto fährt
aber weiter, es entstehen keine Auseinandersetzungen. Wir geraten in Tunnels
und einen unterirdischen Kreisel, in dem wir uns bei der Ausfahrt nicht auskennen.
Es scheint, dass wir uns im Kreise bewegt haben und uns wieder auf der Strasse
befinden, auf der wir gekommen sind. Es ist aber nicht so. Wir erreichen einen
grossen Platz und ein riesiges Schloss, es ist dies das Wittelsbacher Palais.
Das ist uns auch recht, wir verzichten auf den Besuch der Innenstadt und werden
nun dieses Schloss besichtigen. Wir stellen unsere Velos – wir sind plötzlich
mit Velos unterwegs – an der Schlossmauer ab. Gleich neben uns befindet sich
auch eine Hinweistafel, dass wir in nur einer Minute die Talstation eines
berühmten Aussichtsberges erreichen könnten. Auch das ist uns recht, wir können
nun auch noch diesen kleinen Berg besuchen. Vorher aber würden wir gerne noch
etwas essen. Ein Restaurant steht gleich gegenüber. An der kleinen Vorderfront
sind alle Plätze besetzt, ein Weg führt aber auch noch auf eine andere Seite,
wo es nun viele Tische gibt. Wir fragen nach einem Zweiertisch. Man zeigt uns
einige grosse runde Tische mit acht oder zehn Plätzen. Dort könnten wir sitzen,
müssten aber gewärtigen, dass dann auch noch andere Gäste am Tisch Platz
nehmen. Das gefällt uns nicht. Wir beharren auf einem Zweiertisch und erhalten
schliesslich auch einen. Die Kellner geben uns die Speisekarten und erklären
dazu, es habe nur österreichische Spezialitäten, wir seien eben in Österreich.
Ich sollte zu einem Essen gehen, das in einem
Altstadtrestaurant stattfindet. Ich bin etwas verspätet, und die vielen
Arbeitskollegen, die zu diesem Essen kommen, sind wohl schon alle versammelt.
Der Weg führt über einen Platz am Deutweg, den ich als Kind gut gekannt habe.
Ich bin zu Fuss, versuche aber, auf einem Velostreifen über den Platz zu
kommen, da die Velos gerade grün haben. Ich komme aber zuspät, es wird wieder
rot. Ich gehe daher zum Fussgängerstreifen. Dort hat es keine Ampel, ich
überquere die Strasse und komme zum Eingang des Restaurantes «Krug». Dort
stehen aber drei Männer, unangenehme Erscheinungen, die mich beschimpfen. Einer
will mich sogar schlagen. Ich gehe schnell weg, er verfolgt mich, ist aber
gehbehindert und bleibt zurück. Jetzt muss ich den anderen Eingang zum
Restaurant nehmen, der auf der anderen Seite eines grossen Gebäudekomplexes
liegt, den ich jetzt umgehen muss. Auf dieser anderen Seite befindet sich ein
grosser, städtischer Platz mit Brunnen und Gartenanlagen. Eine junge Frau geht
vorbei, klein, schwarzhaarig, sieht mich an und gibt einen seltsamen Ton von
sich. Tadel vielleicht, oder auch Lockruf. Ein kleiner Bub hält mich auf und
will mit mir reden. Er sammelt Geld für Schafe, die offenbar schützenswert
sind. Am anderen Ende des Platzes finde ich nun auch den zweiten Eingang zum
Restaurant. Neben wen werde ich dort zu sitzen kommen, vermutlich am Ende eines
langen Tisches?
Ende eines undefinierbaren, mehrtägigen Kurses,
die Teilnehmer sind schon alle verschwunden, ich bin noch alleine mit der
Kursleiterin in den Räumlichkeiten eines grossen Schulgebäudes. Sie räumt ihre
Sachen zusammen und will gehen. Ich aber habe noch gar nicht gepackt. Viele
Dinge sind einzupacken. Vieles ist im Laufe der Tage zusammengekommen.
Vermutlich habe ich in meinem Koffer, einer grossen Tasche und meiner Mappe gar
nicht für alles Platz. Allein schon die Bücher sind kaum unterzubringen. Und
dazu muss ich noch auf die Toilette und dort lange sitzen, weil ich verstopft
bin. Die Türe ist nur halb geschlossen, die Kursleiterin geht umher und würde
gerne auch ihre Toilettensachen einpacken, die sich auch in der kleinen
Toilette beim Lavabo befinden. Bitte, sage ich, kommen Sie nur, ich sitze
leider hier fest. Ich kann mein Geschäft nicht verrichten und stehe wieder auf.
Sie will jetzt weggehen und bietet mir, zu meiner Erleichterung, den Schlüssel
an, der den Zutritt zum Gebäude und zum Schulraum erlaubt. Jetzt kann ich sogar
am nächsten Tag noch vorbeikommen und den Rest holen. Aber da liegen ja auch
noch Sachen von anderen Teilnehmern herum, ein Stoss Kinderkleider und
verschiedene Spielsachen. Auf einem Schrank stehen viele Mikadostäbchen, aus
mehreren Packungen. Es sind dies Geschenke, die man nicht hat mitnehmen wollen.
Die Leute schenken sich immer viel zu viel, und immer Sachen, die sie schon
haben, sage ich. Man wird es wegwerfen, sagt die Kursleiterin. Ob sie denn
nicht noch einen Schrank habe, der ihr zur Verfügung stehe, frage ich. Ja, sagt
sie, und öffnet auf einem kleinen Podium eine Türe im Boden. Ich bringe die
Kinderkleider und lege sie dort in die kleine Vertiefung. Wenn sie niemand
haben will, kann man sie doch sicher einem Hilfswerk geben, sage ich. Durch
diese längeren Aktivitäten ist ein fast schon freundschaftliches Verhältnis zur
Kursleiterin entstanden, einer nicht mehr ganz jungen, vermutlich
alleinstehenden und einsamen Berufsfrau, die vielleicht unter gewissen
Umständen nicht ganz unzugänglich ist. Ich frage mich, ob ich sie beim Abschied
an mich ziehen und küssen könnte.
Ich halte an, mit dem Velo, vor einem
Schulhaus, und möchte dort auf die Toilette. Zum Velo habe ich keinen
Schlüssel, ich muss es daher unverschlossen vor dem Eingang stehen lassen. Nach
einer Minute kehre ich zurück, weil ich die Toilette nicht gleich gefunden
habe. Jetzt ist das Velo schon weg, jemand hat es gestohlen, wohl einer der
Schüler, die hier aus dem Schulhaus geströmt sind. Nun kann ich wenigstens
ruhig die Toilette suchen. Diese befindet sich am Ende eines langen Ganges und
grenzt an freies Gelände. Sie ist überaus kompliziert und hat viele Besucher. Die
Einzelkabinen sind alle besetzt. Einige sind frei, aber nicht eingerichtet als
Toilette, sondern als Kabinen für Schuhputzer. Schliesslich finde ich ein
Pissoir, eine lange Rinne, an der bereits einige Schüler stehen. Das Pissoir
ist gegen das freie Gelände gerichtet und nur von einer Glaswand von ihm
getrennt. Leute, die auf einem Wanderweg vorbeigehen, sehen uns pissen. Ich
habe Mühe, Gürtel und Reissverschluss zu öffnen. Weil ich grossen Drang habe,
kann ich mich nicht mehr zurückhalten und verpisse mich völlig. Irgendwie muss
ich jetzt nach Hause kommen, mit dem Tram ist das möglich. Meiner Frau erzähle
ich meine Missgeschicke und bin besonders bedrückt wegen dem Verlust des Velos,
das neu war und 500 Franken gekostet hat. Meine Frau tröstet mich und sagt, das
Velo hätten wir ja fast gratis bekommen, wegen den Gutscheinen, die wir hätten
einlösen können.