Ich halte an, mit dem Velo, vor einem
Schulhaus, und möchte dort auf die Toilette. Zum Velo habe ich keinen
Schlüssel, ich muss es daher unverschlossen vor dem Eingang stehen lassen. Nach
einer Minute kehre ich zurück, weil ich die Toilette nicht gleich gefunden
habe. Jetzt ist das Velo schon weg, jemand hat es gestohlen, wohl einer der
Schüler, die hier aus dem Schulhaus geströmt sind. Nun kann ich wenigstens
ruhig die Toilette suchen. Diese befindet sich am Ende eines langen Ganges und
grenzt an freies Gelände. Sie ist überaus kompliziert und hat viele Besucher. Die
Einzelkabinen sind alle besetzt. Einige sind frei, aber nicht eingerichtet als
Toilette, sondern als Kabinen für Schuhputzer. Schliesslich finde ich ein
Pissoir, eine lange Rinne, an der bereits einige Schüler stehen. Das Pissoir
ist gegen das freie Gelände gerichtet und nur von einer Glaswand von ihm
getrennt. Leute, die auf einem Wanderweg vorbeigehen, sehen uns pissen. Ich
habe Mühe, Gürtel und Reissverschluss zu öffnen. Weil ich grossen Drang habe,
kann ich mich nicht mehr zurückhalten und verpisse mich völlig. Irgendwie muss
ich jetzt nach Hause kommen, mit dem Tram ist das möglich. Meiner Frau erzähle
ich meine Missgeschicke und bin besonders bedrückt wegen dem Verlust des Velos,
das neu war und 500 Franken gekostet hat. Meine Frau tröstet mich und sagt, das
Velo hätten wir ja fast gratis bekommen, wegen den Gutscheinen, die wir hätten
einlösen können.

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