Sonntag, 14. Dezember 2025

 

Ende eines undefinierbaren, mehrtägigen Kurses, die Teilnehmer sind schon alle verschwunden, ich bin noch alleine mit der Kursleiterin in den Räumlichkeiten eines grossen Schulgebäudes. Sie räumt ihre Sachen zusammen und will gehen. Ich aber habe noch gar nicht gepackt. Viele Dinge sind einzupacken. Vieles ist im Laufe der Tage zusammengekommen. Vermutlich habe ich in meinem Koffer, einer grossen Tasche und meiner Mappe gar nicht für alles Platz. Allein schon die Bücher sind kaum unterzubringen. Und dazu muss ich noch auf die Toilette und dort lange sitzen, weil ich verstopft bin. Die Türe ist nur halb geschlossen, die Kursleiterin geht umher und würde gerne auch ihre Toilettensachen einpacken, die sich auch in der kleinen Toilette beim Lavabo befinden. Bitte, sage ich, kommen Sie nur, ich sitze leider hier fest. Ich kann mein Geschäft nicht verrichten und stehe wieder auf. Sie will jetzt weggehen und bietet mir, zu meiner Erleichterung, den Schlüssel an, der den Zutritt zum Gebäude und zum Schulraum erlaubt. Jetzt kann ich sogar am nächsten Tag noch vorbeikommen und den Rest holen. Aber da liegen ja auch noch Sachen von anderen Teilnehmern herum, ein Stoss Kinderkleider und verschiedene Spielsachen. Auf einem Schrank stehen viele Mikadostäbchen, aus mehreren Packungen. Es sind dies Geschenke, die man nicht hat mitnehmen wollen. Die Leute schenken sich immer viel zu viel, und immer Sachen, die sie schon haben, sage ich. Man wird es wegwerfen, sagt die Kursleiterin. Ob sie denn nicht noch einen Schrank habe, der ihr zur Verfügung stehe, frage ich. Ja, sagt sie, und öffnet auf einem kleinen Podium eine Türe im Boden. Ich bringe die Kinderkleider und lege sie dort in die kleine Vertiefung. Wenn sie niemand haben will, kann man sie doch sicher einem Hilfswerk geben, sage ich. Durch diese längeren Aktivitäten ist ein fast schon freundschaftliches Verhältnis zur Kursleiterin entstanden, einer nicht mehr ganz jungen, vermutlich alleinstehenden und einsamen Berufsfrau, die vielleicht unter gewissen Umständen nicht ganz unzugänglich ist. Ich frage mich, ob ich sie beim Abschied an mich ziehen und küssen könnte.

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