Ende eines undefinierbaren, mehrtägigen Kurses,
die Teilnehmer sind schon alle verschwunden, ich bin noch alleine mit der
Kursleiterin in den Räumlichkeiten eines grossen Schulgebäudes. Sie räumt ihre
Sachen zusammen und will gehen. Ich aber habe noch gar nicht gepackt. Viele
Dinge sind einzupacken. Vieles ist im Laufe der Tage zusammengekommen.
Vermutlich habe ich in meinem Koffer, einer grossen Tasche und meiner Mappe gar
nicht für alles Platz. Allein schon die Bücher sind kaum unterzubringen. Und
dazu muss ich noch auf die Toilette und dort lange sitzen, weil ich verstopft
bin. Die Türe ist nur halb geschlossen, die Kursleiterin geht umher und würde
gerne auch ihre Toilettensachen einpacken, die sich auch in der kleinen
Toilette beim Lavabo befinden. Bitte, sage ich, kommen Sie nur, ich sitze
leider hier fest. Ich kann mein Geschäft nicht verrichten und stehe wieder auf.
Sie will jetzt weggehen und bietet mir, zu meiner Erleichterung, den Schlüssel
an, der den Zutritt zum Gebäude und zum Schulraum erlaubt. Jetzt kann ich sogar
am nächsten Tag noch vorbeikommen und den Rest holen. Aber da liegen ja auch
noch Sachen von anderen Teilnehmern herum, ein Stoss Kinderkleider und
verschiedene Spielsachen. Auf einem Schrank stehen viele Mikadostäbchen, aus
mehreren Packungen. Es sind dies Geschenke, die man nicht hat mitnehmen wollen.
Die Leute schenken sich immer viel zu viel, und immer Sachen, die sie schon
haben, sage ich. Man wird es wegwerfen, sagt die Kursleiterin. Ob sie denn
nicht noch einen Schrank habe, der ihr zur Verfügung stehe, frage ich. Ja, sagt
sie, und öffnet auf einem kleinen Podium eine Türe im Boden. Ich bringe die
Kinderkleider und lege sie dort in die kleine Vertiefung. Wenn sie niemand
haben will, kann man sie doch sicher einem Hilfswerk geben, sage ich. Durch
diese längeren Aktivitäten ist ein fast schon freundschaftliches Verhältnis zur
Kursleiterin entstanden, einer nicht mehr ganz jungen, vermutlich
alleinstehenden und einsamen Berufsfrau, die vielleicht unter gewissen
Umständen nicht ganz unzugänglich ist. Ich frage mich, ob ich sie beim Abschied
an mich ziehen und küssen könnte.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen