Mittwoch, 26. Februar 2025

 

Wir verfolgen die Schicksale eines Reiseschriftstellers, der auch Pilot ist und mit seinem Kleinflugzeug immer an die gefährlichsten Orte der Welt fliegt. Er arbeitet an einem neuen Werk, das «Augentropfen» heissen soll. Es ist eine seltsame Erscheinung, wir reden über ihn, bestaunen sein Werk.

Freitag, 14. Februar 2025

Donnerstag, 13. Februar 2025

 

Ich bin Gefangener, werde aber kaum bewacht und befinde mich in einem Tempelbezirk hinter Gitterstäben, die so weit auseinander stehen, dass ich ohne weiteres weggehen könnte. Ich versuche das auch, komme aber zu spät, weil sich aus einem anderen Raum eine Prozession von betenden Mönchen nähert. Es sind gefährliche Zauberwesen, die mich sofort einfangen könnten. Ich bleibe also im Tempel stehen. Ich muss mich niederlegen, kann aber selber aus einiger Entfernung zusehen, was mit mir geschieht. Ein Todesurteil besteht und sollte vollstreckt werden. Eine seltsam gekleidete Frau nähert sich mir mit einem Hackbeil, eine andere, königliche Frauengestalt unterbricht aber die Hinrichtung und sagt, diese müsse langsam und schmerzhaft erfolgen und sich über mehrere Tage erstrecken. Es dürfe nicht wieder ein Fehler gemacht werden wie vor einigen Tagen, als ein Verurteilter zu schnell getötet worden sei.

Donnerstag, 6. Februar 2025

 

Ich bin an einer Beerdigung, auf einem Friedhof in Hollywood, in welchem nur Reiche und Prominente ruhen. Die Beisetzung ist erfolgt, die Trauergäste verschwinden rasch, ich stehe noch alleine zwischen den Gräbern. Es ist hier Sitte, auf das Grab eine mit Geld gefüllte Handtasche zu legen. Wie ich beim Weggehen sehe, bleiben diese offenbar längere Zeit auf den Gräbern liegen. Ich bin alleine und überlege nun, ob ich nicht aus diesen modischen und teuren Täschchen, in denen grosse Dollarnoten zu finden sind, etwas Geld mitnehmen sollte. Niemand würde dies wohl jemals bemerken. Ich gehe herum, finde eine Art von Hauptstrasse, an der die grössten Grabstätten zu finden sind. Es ist der berühmte Mulholland Drive.

Donnerstag, 30. Januar 2025

 

Schreckliche Geschichte am Arbeitsplatz. Ich bin doch ein geachteter und beliebter Kollege, jetzt aber unterläuft mir ein unbegreifliches Missgeschick. Ich gehe aus dem prächtigen Amtsgebäude und muss plötzlich ganz dringend auf die Toilette. Wenn ich nicht in die Hosen machen will, muss ich sofort handeln. Ich versuche, mich hinter den beim Eingangsportal in zwei Reihen parkierten Autos zu verstecken, lasse die Hosen runter und lasse hockend eine grosse Portion schönen braunen Stuhl liegen. Es scheint, dass ich dabei doch beobachtet worden bin, denn es folgen peinliche Befragungen und Untersuchungen zu diesem skandalösen Vergehen. Der Rechtsdienst schaltet sich ein, mit grossen Vorwürfen, hat aber eigentlich keine Mittel, um gegen mich etwas zu unternehmen. Aber der Imageverlust ist riesig und unwiederruflich. Die Kollegen und Kolleginnen wollen in Zukunft nichts mehr mit mir zu tun haben. Ich bin erledigt, wie man so schön sagt. Es ist, wie wenn ich noch etwas viel Schlimmeres gemacht hätte. In der Folge habe ich ein langes Gespräch mit einem Kollegen, den ich immer wegen seiner Klugheit und Vernunft geschätzt habe. Ich lege ihm nochmals ausführlich meinen Standpunkt dar. Selbstverständlich hätte ich keine böse Absicht gehabt! Er redete auch viel, begreift mich aber und will vermitteln. Es kommt nochmals zu einer Ausprache mit dem Rechtsdienst und anderen Kollegen, dieses Mal im Freien, in einem einfachen Gartenrestaurant. Andere Gäste wollen sich auch an unseren Tisch setzen, müssen aber weggewiesen werden. Mittlerweile muss ich wieder auf die Toilette. Diese ist aber sehr primitiv. Hinter der Türe fliesst nur ein schmales Bächlein, in das man pissen kann. Ich habe aber wieder Kake und setze diese neben das Bächlein. Vor der Türe steht bereits ein Herr, der sehr ungeduldig an die Türe klopft. Ich gehe hinaus und entschuldige mich bei ihm für die Beschmutzung. Ich konnte mich hier auch nicht richtig reinigen und habe nun vielleicht noch Spuren in der Hose, die stinken könnten. Ich frage beim Herumgehen, ob ich vielleicht stinken würde. Ja, sagt man. Es gibt nichts zu machen. Die guten alten Zeiten sind vorbei, die Leute haben ihre Meinung gemacht, man kann sie nicht mehr davon abbringen. Ich werde aber weiterhin meine Aufgaben erledigen, aber mit einem Makel, als Aussenseiter, der Unentschuldbares gemacht hat. 

Dienstag, 28. Januar 2025

 

Es ist 20 Uhr, an einem Sonntag. Ich bin allein in der Wohnung, erwarte aber um 22 Uhr die Gattin, die mehrere Tage abwesen war. Erschrocken stelle ich fest, dass der Steinboden in der Küche zur Hälfte überschwemmt ist, ebenso das Parkett im Wohnzimmer. Von der Decke tropft Wasser. Ich eile in den oberen Stock, wo man ebenfalls Schäden entdeckt hat. Es scheint, dass irgendwo eine Wasserleitung defekt ist. Auch das Paar, das in der unteren Wohnung lebt, erscheint und hat ebenfalls Wasserschäden. Wir gehen alle in den Keller und bewegen dort den Haupthahn für die Wasserzufuhr. Dieser ist schwierig zu bewegen, mein Nachbar, ein alter Herr, verletzt sich dabei am Finger. Jetzt ist aber jedenfalls die Wasserzufuhr gestoppt. Aber wie soll es nun weitergehen, an einem Sonntagabend? Gibt es vielleicht einen Sanitär-Notfalldienst? Oder sollen wir bis zum Montag warten und dann darauf hoffen, dass sofort jemand kommen kann? Und wie kann der Schaden behoben werden? So leicht wird das nicht gehen, der Ort, an dem die Leitung leck ist, ist nicht zu sehen. Soll ich meiner Gattin anrufen oder warten, bis sie erscheint? Wir setzen uns zusammen und trinken in guter Stimmung Weisswein, wobei auch noch andere Nachbarn hinzukommen. Dabei ist unsere Lage alles andere als lustig, denn wir haben ja jetzt kein Wasser mehr zur Verfügung. Habt ihr einen Nachttopf bereit, bin ich versucht zu sagen, wage es aber nicht.

Freitag, 24. Januar 2025